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Was eFootball-Profis jetzt von Konami erwarten

Nach erstem Update Frust

Was eFootball-Profis jetzt von Konami erwarten

Würde gerne mit dem Training anfangen - Ex-Schalker MeroMen

Würde gerne mit dem Training anfangen - Ex-Schalker MeroMen FC Schalke 04

In der Weihnachtszeit werden Wünsche geäußert, zu Silvester traditionell Pläne geschmiedet.

Waren es früher vermutlich marginale Verbesserungen, die sich die eFootball Profis wünschten, fallen die jetzigen Erwartungen eher unter völlig banale Kategorien. Neue Herausforderungen müssen hingegen gänzlich warten.

Durch die verkorkste Veröffentlichung von eFootball 2022 formulieren die Spieler jetzt grundlegende Wünsche.

Hallo? Ist da jemand?

Ganz oben auf der Liste: Ein funktionierendes Spiel. "Die aktuelle Version von eFootball 2022 ist leider unspielbar. Es wurde eine Demo rausgebracht, die wirklich voller Fehler ist. Ich erwarte die Vollversion", sagt der deutsche Nationalspieler Mehrab 'MeroMan' Esmailian in Gesprächen mit kicker eSport.

Die eigentlich für Herbst vorgesehene Vollversion hat Konami auf Frühjahr 2022 verschoben und danach jegliche Kommunikation eingestellt. Lediglich Premiumpartnern wurde mit März 2022 ein eventuelles Fenster für den Start der Pro League genannt.

"Ich wusste schon immer, dass Konami nicht die beste Kommunikation an den Tag legt. Aber was aktuell passiert, ist einfach desaströs." Und nicht nur 'MeroMen' bemängelt die Kommunikation des japanischen Konzerns.

Der Rückzug und das folgende Schweigen sind immer wieder Thema innerhalb der Gespräche. Ex-AS Rom Spieler Emiliano 'S_Venom' Spinelli fordert daher endlich transparente Kommunikation und die Veröffentlichung einer Roadmap zum Entwicklungsfortschritt.

Ein ähnliches Vorgehen, mit offener Kommunikation, gibt es immer wieder bei Spielen im Early Access-Stadium. Spieler können die Entwickler dann innerhalb der offenen Developmentphase unterstützen.

Wichtige Daten und Feedback fließen auf kurzem Wege in die Entwicklung. Vorhaben können transparent kommuniziert werden und Spieler besser einschätzen in welche Richtung sich das Spiel entwickelt. Das Ergebnis ist oft ein Produkt, das beide Seiten zufriedenstellt.

Mindestmaß an Ausstattung gefordert

Da Konami offenbar nicht reden will, sprechen die Profis aus, was für das Training und den Turniersport essenziell ist:

"Ich benötige wenigstens die Option, ohne Einschränkungen mit allen Teams spielen und trainieren zu können. Zudem die Möglichkeit für 10 Minuten Offline-Matches und eine Lobby zur Organisation von Freundschaftsspielen."

Einfache Wünsche, die Spinelli äußert. Auch die Grafik ist immer wieder Mittelpunkt der Forderungen: "Frech ist […], dass man nach zwei Jahren ein Game mit Handy-Grafik und Delay serviert bekommt", so Ex-Schalker Mike 'El_Matador' Linden.

Konami hat es innerhalb der langen Entwicklungsphase nicht geschafft, das Mindestmaß an Ausrüstung, inklusive aktueller Standards zu liefern. Weshalb Linden noch einmal einen draufsetzt: "Zunächst bräuchte ich erstmal ein Spiel, welches ansatzweise eSport tauglich ist. Ansonsten ist es wenig sinnvoll, ein PES überhaupt anzufassen."

Die FIFA-Profis wünschen sich mehr Offline-Turniere, die eFootballer wären in diesem Jahr schon froh, wenn sie überhaupt auf Wettkampfniveau zum Controller greifen könnten.

Wie schnell sich Prioritäten mit aktuellen Umständen ändern, Konami hat es in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen.

Für einen geregelten Ligabetrieb muss der japanische Konzern noch viel Arbeit in den Nachfolger der PES-Reihe stecken. Die Profis können derzeit nur hoffen, dass das Schweigen konzentriertes Arbeiten an eFootball 2022 bedeutet. Das Vertrauen stärkt es jedoch nicht.

Benja Hiller

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