2. Bundesliga

Was Baumgart für Schonlau und Katterbach bedeutet

Der neue HSV-Trainer trifft auf zwei Ex-Spieler - einer hatte es schwer unter ihm

Was Baumgart für Schonlau und Katterbach bedeutet

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau hat ein hohes Standing bei Neu-Trainer Steffen Baumgart.

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau hat ein hohes Standing bei Neu-Trainer Steffen Baumgart. IMAGO/Justus Stegemann

Schonlau ist fester Bestandteil der Trainingsgruppe während der ersten beiden Arbeitstage des neuen Chefs. Das war in den zurückliegenden Monaten nicht der Fall und ein Grund, weshalb Tim Walter die Defensive nicht stabilisiert bekommen hat. Durch die Gelbsperre von Guilherme Ramos wird Schonlau ausgerechnet bei Baumgarts Premiere am Sonntag gegen Elversberg sein Startelf-Comeback nach monatelanger Pause wegen dreier Wadenverletzungen geben, und der Trainer freut sich über den 29-Jährigen: "Bascho", sagt er, "ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er ist aber auch eine besondere Persönlichkeit."

"Er ist eine Figur in dieser Mannschaft"

Dieses Bild vom Kapitän und Abwehr-Chef hatte er schon aus gemeinsamen Paderborner Zeiten, wo dieser ebenfalls sein Chef auf dem Platz war und er findet: "Er hat sich in Hamburg nochmals weiterentwickelt, er ist eine Figur in dieser Mannschaft. Deshalb ist er unglaublich wichtig für mich."

Schonlaus Position in Hamburg war ohnehin unantastbar, durch Baumgart, der ihn vor zweieinhalb Jahren vom SCP auch gern mit nach Köln genommen hätte, ist sie zementiert. Und die von Katterbach? Der 22-jährige Linksverteidiger ist bereits im vergangenen Winter nach Hamburg ausgeliehen worden, weil er unter dem alten und jetzt wieder neuen Trainer nicht zum Zug kam. Vor wenigen Wochen nun wurde er erst fest verpflichtet. Ein Schritt in die Sackgasse? Baumgart widerspricht energisch und glaubhaft. "Noah", erklärt er, "hatte auf seiner Position Jonas Hector vor sich. Der war für mich damals der beste Linksverteidiger, den wir in Deutschland hatten. Gegen ihn hätte sich keiner durchgesetzt, und das war der Hauptgrund, weshalb Noah nicht so zum Zug gekommen ist."

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Die Entwicklung zunächst in Hamburg und auch nach dem Kreuzbandriss indes sieht Baumgart positiv. "Er hat es beim HSV gut gemacht, hat dann auch in der Reha in einer für Sportler sehr schwierigen Phase Charakter gezeigt. Er hat sich aus meiner Sicht nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch entwickelt. Noah ist ein guter Junge."

Und er könnte womöglich direkt gefragt sein. In Rostock (2:2) feierte er im zweiten Durchgang sein HSV-Comeback, weil Miro Muheim mit einem Hexenschuss raus musste. Dieser ließ am Mittwoch immerhin wieder eine individuelle Einheit zu, aber noch kein Mannschaftstraining. Gut möglich daher, dass zu Baumgarts Einstand gleich beide ehemaligen Schützlinge zur Startelf gehören.

Sebastian Wolff

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