Bundesliga

Warum Wolfsburg Hoeneß besonders reizt

Belfodil wieder fit - Bittere Bilanz gegen den VfL und Weghorst

Warum Wolfsburg Hoeneß besonders reizt

Gegen Hoffenheim trifft Wout Weghorst am liebsten - läuft es am Samstag besser für die TSG?

Gegen Hoffenheim trifft Wout Weghorst am liebsten - läuft es am Samstag besser für die TSG? imago images

Am Mittwochabend konnte sich Sebastian Hoeneß trotz der Wolfsburger Pokalniederlage in Leipzig (0:2) vergewissern, was da für ein zäher Gegner am Samstag auf die Mannschaft des TSG-Trainers zukommen wird und wie schwer es ist, gegen diesen VfL Tore zu erzielen.

Wolfsburg reist als beste Rückrundenmannschaft an, ist seit neun Spielen unbesiegt und hat in den letzten sieben Ligaspielen kein einziges Gegentor kassiert. Zudem scheint dem VfL gerade die TSG zu liegen. In den jüngsten fünf Duellen gab es bei drei Siegen und zwei Remis keine Niederlage mehr, die letzten beiden Gastspiele in Sinsheim gewann der VfL mit 4:1 und 3:1, fünf dieser sieben Treffer erzielte Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst der gegen Hoffenheim mit insgesamt sechs Toren erfolgreicher trifft als gegen jeden anderen Bundesligisten.

Spielersteckbrief Belfodil
Belfodil

Belfodil Ishak

Spielersteckbrief Weghorst
Weghorst

Weghorst Wout

TSG Hoffenheim - Die letzten Spiele
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Bundesliga - 24. Spieltag
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RB Leipzig RB Leipzig
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3
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Fakten, die Hoeneß und seine Mannen zusätzlich motivieren. "Für uns ist wichtig, was wir daraus machen. Dass es uns eher anspornt, damit wir diejenigen sind, die ihnen mal wieder hinten einen reinhauen und ihnen die zur erste Rückrundenniederlage zufügen", versucht Hoeneß vor dem Stresstest gegen den Tabellendritten ganz besonderen Reiz zu verleihen.

Dazu sieht der 38-Jährige seine Mannschaft durchaus in der Lage, die erstmals unter seiner Leitung in der Liga vier Spiele in Folge ohne Niederlage bleiben könnte und zuletzt in Dortmund (2:2), gegen Bremen (4:0) und bei Union Berlin (1:1) einen klaren Aufwärtstrend zeigte.

"Wir haben es auch gegen Union, eine Mannschaft, die viel vom eigenen Tor fernhalten kann, geschafft, viele Chancen zu erspielen, das werden wir auch gegen Wolfsburg schaffen, wenn wir klar sind im Ballbesitz", ist sich Hoeneß sicher, "wir haben einfach Bock darauf, das auch gegen Wolfsburg zu zeigen. Das spüren ich bei meiner Mannschaft. Entscheidend, wird sein, in den richtigen Momenten auch zuzuschlagen."

Wir werden zwei Mannschaften sehen, die nach vorne spielen und gewinnen wollen.

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Duell mit Wolfsburg

Den hatte die TSG in der Hinrunde in Wolfsburg verpasst, als Munas Dabbur in der Nachspielzeit einen Elfmeter verschoss und das mögliche 2:2 verpasste. Diesmal soll Vieles besser werden. "Wir müssen gegen den Ball gut strukturiert sein, um sie nicht zur Entfaltung kommen zu lassen in ihrer im besten Sinne sehr einfache Spielweise, häufig mit zwei Kontakten. Das haben auch die Leipziger gut gemacht", hat Hoeneß am Mittwochabend registriert, "aber wir wollen auch unsere Waffen ins Spiel bringen, mit Balleroberungen und der zielstrebigen Art, die wir schon seit längerem an den Tag legen und mit der wir viele Chancen herausgespielt haben."

Scheint ein attraktives Spiel zu werden. "Wir werden zwei Mannschaften sehen, die nach vorne spielen und gewinnen wollen", erwartet Hoeneß. Mit dem wieder genesenen Ishak Belfodil steht ihm eine weitere Alternative in der Offensive zur Verfügung. Dagegen scheint das Spiel für den vor zwei Wochen positiv auf COVID-19 getesteten Verteidiger Stefan Posch noch zu früh zu kommen.

Michael Pfeifer