Nationalelf

Nach 3:3 gegen Schweiz: Warum Löws Auswechslungen verwundern

Gleiches Muster gegen Ukraine und Schweiz

Warum Löws Auswechslungen verwundern

Zwei weitere Wechsel wären möglich gewesen: Joachim Löw nimmt gegen die Ukraine in der Nachspielzeit Serge Gnabry vom Feld.

Zwei weitere Wechsel wären möglich gewesen: Joachim Löw nimmt gegen die Ukraine in der Nachspielzeit Serge Gnabry vom Feld. picture alliance

Dass die UEFA zum Nations-League-Auftakt im September anders als zuletzt im Europapokal den Trainern nur noch drei Auswechslungen erlaubt hatte, war bei einigen von ihnen nicht gut angekommen. Allen voran Joachim Löw hatte erklärt, damit "nur bedingt glücklich" zu sein, und ob der vielen Strapazen seiner Nationalspieler gefragt: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Die UEFA reagierte und änderte ihre Entscheidung prompt: Seit der Länderspielphase im Oktober sind in der Nations League doch fünf Wechsel möglich. Umso verwunderlicher, wie Löw diese Option dann nutzte: gar nicht. Sowohl in der Ukraine (2:1) als auch gegen die Schweiz (3:3) beließ es der Bundestrainer bei drei Auswechslungen, in der Ukraine wechselte er sogar erst in der 80. Minute erstmals.

Was steckt dahinter? Naheliegend ist, dass Löw nach dem Test gegen die Türkei (3:3), bei dem mutmaßlich auch seine vielen Wechsel in der Schlussphase den Sieg gekostet hatten, erneute Unruhe auf dem Feld vermeiden und die Punkte nicht gefährden wollte. Löw, der zuvor immer wieder vermittelt hatte, Entwicklung über Ergebnisse zu stellen, hatte Siege zuletzt als "Klebstoff" bezeichnet.

jpe

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