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Warum Kreativtalent Kanuric bei Rapid einen schweren Stand hat

Hagmayr: "Zeichen stehen auf Abschied"

Warum Kreativtalent Kanuric bei Rapid einen schweren Stand hat

Die Zukunft von Benjamin Kanuric liegt nicht bei Rapid.

Die Zukunft von Benjamin Kanuric liegt nicht bei Rapid. GEPA pictures

Nach zwei Niederlagen gegen England und Israel kämpft Benjamin Kanuric bei der U-19-EM in der Slowakei mit Österreichs Auswahl im abschließenden Vorrundenspiel noch um die Chance auf die Teilnahme an der U-20-WM im nächsten Jahr. Nötig dazu ist am Samstag (20 Uhr) ein Sieg gegen die Alterskollegen aus Serbien. Dann würde es im Duell der Gruppendritten gegen Rumänien oder die Slowakei um das letzte europäische Ticket für die Nachwuchs-WM in Indonesien gehen.

Wie es für Kanuric selbst auf dem Weg ins Profigeschäft weitergeht, ist ebenso ungewiss. Der 19-jährige Mittelfeldspieler hat bei Rapid noch eine Saison lang Vertrag, spielt allerdings in den Plänen von Ferdinand Feldhofer augenscheinlich keine Rolle. Selbst als die Personalsituation in der Ersten Ende Mai immer prekärer wurde, verzichtete der Trainer auf den Topscorer der Zweiermannschaft (fünf Tore, sechs Assists).

Es geht darum, dass ihn der Trainer wollen muss.

Rapid-Sportchef Zoran Barisic über Benjamin Kanuric

"Es geht darum, dass ihn der Trainer wollen muss", erklärte Rapids Sportdirektor Zoran Barisic zuletzt vielsagend. Kanuric könne in der abgelaufenen Saison zwar gute Statistiken vorweisen, "aber zum Fußballspielen gehört mehr dazu".

Manager Hagmayr: "Zeichen stehen auf Abschied"

Dieser Sommer wird daher wohl zur entscheidenden Transferperiode für Klub und Spieler. Will Rapid mit dem gebürtigen Oberösterreicher, der sechseinhalb Jahre bei Red Bull Salzburg ausgebildet wurde, noch Geld verdienen, müsste nun ein Wechsel angestrebt werden. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung über den Sommer 2023 hinaus, scheint hingegen ausgeschlossen, wie Manager Max Hagmayr gegenüber dem kicker erklärte: "Die Zeichen stehen eher auf Abschied."

Die Top-Sommertransfers der österreichischen Bundesliga

Barisic konstatierte bezüglich Kanuric, der enttäuscht ist, dass er nach seinem Debüt mit zwei Kurzeinsätzen im letzten Sommer keine Chance mehr in der Kampfmannschaft bekommen hat: "Er ist ungeduldig." Eine weitere Saison in der 2. Liga "ist nicht in unserem Sinne", stellte Hagmayr allerdings klar.

Es wird also allem Anschein nach noch in diesem Sommer zur Trennung kommen, trotz des noch laufenden Vertrags. "Wenn man Lösungen finden will, wird man sie finden", ist Hagmayr zuversichtlich, mit Barisic zu einer Einigung über einen Transfer zu kommen. Angebote gebe es zwar auch aus Österreich, die Tendenz gehe jedoch zu einem Wechsel ins Ausland.

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