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Warum Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking die Farbe Grün liebt - Neuausrichtung des Funktionsteams zahlt sich aus: Nur Raffael verletzt

Nur Raffael muss verletzt pausieren

Warum Hecking die Farbe Grün liebt

Dieter Hecking

Mönchengladbachs Coach Dieter Hecking erntet die Früchte der Neuausrichtung des Funktionsteams. picture alliance

Vor jedem Training bekommt Dieter Hecking ein Blatt Papier in die Hand gedrückt. Darauf festgehalten ist eine Übersicht, welche Spieler trainieren können und welche Profis nicht zur Verfügung stehen. Als optische Hilfe werden die Kategorien noch mit den Farben grün und rot unterlegt, sodass Hecking sich ruckzuck einen Überblick über den Kader verschaffen kann. Die Farbe Rot überwog zu Heckings Leidwesen häufig in der vergangenen Saison, doch in der laufenden Spielzeit kann der Trainer weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. "Wir sind kurz davor, dass ich mal einen Zettel erhalte, auf dem alles grün ist. Raffael kann wahrscheinlich in der nächsten Woche wieder mit der Mannschaft trainieren. Und wenn dieser restlos grüne Zettel wirklich mal Realität ist, hänge ich ihn in unsere medizinische Abteilung, weil sie herausragend arbeitet", erklärte Hecking am Freitag.

Als eine der Maßnahmen nach der vergangenen Saison wurde das Funktionsteam neu aufgestellt und erweitert. Es scheint sich auszuzahlen. So viel Personal wie im Moment tummelte sich schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr auf dem Trainingsplatz. "Ich weiß, dass manchmal auch viel Glück dabei ist, wenn man von Verletzungen verschont bleibt. Die derzeit gute Personalsituation zeigt aber, dass wir mit den vorgenommenen Veränderungen die richtigen Ansätze gefunden haben", sagte Hecking. Für den Trainer wiederum bedeutet eine "volle Kapelle" viel Qualität auf dem Rasen - aber auch, Spieler enttäuschen zu müssen. Das wird gegen Mainz erneut der Fall sein. "Jeder will auf dem Platz oder zumindest im Kader stehen, aber es wird natürlich auch Härtefälle geben. Ich weiß, dass es bei den Spielern nicht auf Gegenliebe stößt, wenn sie nicht dabei sind. Diese Entscheidungen sind nicht leicht für mich, trotzdem gehören sie dazu. Ich muss die Sache moderieren. Unter dem Strich zählt: wir wollen erfolgreich Fußballspielen. Und die Saison ist lang. Wir werden jeden Spieler brauchen", betonte Hecking.

Spielersteckbrief Stindl
Stindl

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Spielersteckbrief Raffael
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de Araujo Rafael Caetano

Trainersteckbrief Hecking
Hecking

Hecking Dieter

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Stindl wird in der Startelf auftauchen

Lars Stindl wird gegen Mainz eher nicht zu den Enttäuschten gehören und in der Startelf auftauchen. Nach seinem Traum-Comeback beim 3:0 in München hat der Kapitän über die Länderspielpause hinweg körperlich weiter zugelegt. "Er ist in guter Verfassung. Allerdings noch nicht bei 100 Prozent. Das ist nach einer Pause von fünfeinhalb Monaten auch normal", sagte Hecking und lobte den Leader: "Wie Lars uns in München geholfen hat oder sich beim Testspiel in Wien präsentiert hat, zeigt einfach, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist."

Jan Lustig

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