Europa League

Warum Peter Bosz trotz Führung zur Pause unzufrieden war

Bayers gelungener Auftakt mit kurzer wackliger Phase

Warum Bosz trotz Führung zur Pause unzufrieden war

War nicht mit den gesamten 90 Minuten seiner Mannschaft einverstanden: Leverkusens Trainer Peter Bosz.

War nicht mit den gesamten 90 Minuten seiner Mannschaft einverstanden: Leverkusens Trainer Peter Bosz. imago images

Das Ergebnis beim deutlichen 6:2-Auftakt Bayer Leverkusens über OGC Nizza täuscht etwas über den tatsächlichen Spielverlauf in der BayArena hinweg. Auch Kapitän Lars Bender, der den angeschlagenen Charles Aranguiz vertrat, fand, "es war nicht so leicht, wie es das Ergebnis vermuten lässt". Dabei fing Bayer stark an und führte bereits nach einer guten Viertelstunde verdient mit 2:0. Spätestens nach dem Anschlusstreffer von Amine Gouiri verlor das Team von Peter Bosz allerdings etwas die Spielkontrolle. Die Gäste von der französischen Riviera kamen besser auf und fast sogar zum Ausgleich, was Bosz gar nicht gefiel: "Die ersten 25 Minuten waren gut, dann haben wir nachgelassen, deshalb war ich in der Pause unzufrieden."

Die Laune des Coaches besserte sich dann ab der 61. Minute, weil Exequiel Palacios Morgan Schneiderlin den Ball klaute und Moussa Diaby goldrichtig stand. "Im zweiten Durchgang haben wir es besser gemacht und am Ende verdient gewonnen." Vor allem in der Schlussphase machte es Bayer richtig gut und zeigte sich eiskalt in der Chancenverwertung - am Ende waren von neun Schüssen aufs Tor von Walter Benitez sechs drin. Für den doppelten Vorlagengeber Leon Bailey ist dies "der Fußball, den wir brauchen. Das Spiel genießen, Charakter zeigen und füreinander einstehen".

Leverkusener Wahrheit in der Mitte

Ganz so zufrieden war sein Trainer nicht, denn die Effektivität kaschierte etwas den Spielverlauf. "Schon vor dem Spiel haben wir Sachen gut gemacht, heute habe ich auch nicht so gute Sachen gesehen. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Wir müssen weiter arbeiten und uns verbessern." In den nächsten Wochen gibt es genug Möglichkeiten dies zu tun, steht Bayer doch ein voller Terminkalender ins Haus. Am Montag geht es um 20.30 Uhr gegen Augsburg weiter, ehe am Donnerstag der zweite Spieltag der Europa League ansteht. Dann muss Leverkusen zu Slavia Prag (21 Uhr), das etwas überraschend gegen Hapoel Beer Sheva mit 1:3 verlor.

sts