Bundesliga

Warteschleife beim Mainzer Leih-Doppel Kohr und da Costa

Kann Mainz das Leih-Doppel halten?

Warteschleife bei Kohr und da Costa

Ein echter Gewinn für Mainz: Dominik Kohr und Danny da Costa

Ein echter Gewinn für Mainz: Dominik Kohr und Danny da Costa imago images (2)

Schon jetzt aber kann man sagen: Das Leihgeschäft ist für alle Seiten aufgegangen. Sowohl Kohr als auch da Costa sind beim FSV gesetzt und ihrem tristen Reservistendasein bei der Eintracht entflohen. Die Hessen sparen Gehalt ein. Und der FSV hat mit dem dynamischen Duo zwei Profis hinzugewonnen, die perfekt zur von Neu-Trainer Bo Svensson reanimierten giftigen Spielweise passen. Doch kann diese Zweckbeziehung auch eine Ehe auf Dauer sein?

Beide "Frankfurter" hatte das von Ex-Sportvorstand Rouven Schröder installierte 05-Scouting um Bernd Legien und Andre Hechelmann bereits vor dem Führungswechsel im sportlichen Bereich hin zu Christian Heidel/Martin Schmidt auf dem Schirm. Ohnehin geht es in Mainz - bei allen Nöten, die die prekäre Situation mit Blick auf den Klassenerhalt bereithielt bzw. bereithält - immer um eine gewisse Langfristigkeit. Was das konkret bei da Costa und Kohr bedeutet, wird sich weisen. Dass da Costas Vertrag in Frankfurt nur noch bis 2022 läuft und er familiär im Rhein-Main-Gebiet gebunden ist, kann da eine Rolle spielen. Kohrs Arbeitspapier beim gerade in Richtung Champions League durchstartenden Nachbarn läuft noch bis 2024. Das erschwert einen Kauf für Mainz 05.

Beim nach wie vor abstiegsgefährdeten FSV hängt letztlich alles von der Frage der Ligazugehörigkeit ab. Dass da Costa und/oder Kohr einen Gang ins Unterhaus antreten würden, scheint schwer vorstellbar. Ohnehin wären sie dann für Mainz nicht zu finanzieren. Und auch in der Beletage bleibt die monetäre Situation angespannt. Das lässt sich schon alleine daran ablesen, dass ohne die Verleih-Gebühr für Jean-Philippe Mateta im Januar kaum Handlungsspielraum für Zugänge gewesen wäre. Zur Erinnerung: Bereits im Herbst hatte der klamme Klub mit Ridle Baku, mittlerweile A-Nationalspieler, einen Leistungsträger zu Geld machen müssen. Kohr, da Costa, ja auch der Verein selbst hängen folglich in der Warteschleife.

Am Sonntag gab Sportvorstand Heidel im SWR interessante Einblick in den Bereich Kaderplanung im nun agierenden Trio aus ihm, Sportdirektor Schmidt und Coach Svensson. "Es ist nicht so, dass der Sportdirektor oder der Sportvorstand mit dem Einkaufswagen durchs Land fährt", schilderte der 57-Jährige und sprach dabei dem Trainer eine zentrale Rolle zu in der Frage potenzieller Neuverpflichtungen. So war das auch schon während seiner ersten Amtszeit in Mainz. Heidel sah sich, wenn er einem Trainer voll vertraute, auch da schon eher für Machbarkeitsfragen zuständig. Wie bei Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Schmidt scheint das auch bei Svensson der Fall zu sein. Und dass der Däne große Stücke auf das "Leih-Doppel" hält, ist offensichtlich.

Benni Hofmann

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