2. Bundesliga

Hamburger SV: Walters Liebeserklärung an Jatta

Der HSV-Trainer will mit Wucht und Energie nach Bielefeld

Walters Liebeserklärung an Jatta

Bakery Jatta ist wieder im Mannschaftstraining des HSV.

Bakery Jatta ist wieder im Mannschaftstraining des HSV. IMAGO/Oliver Ruhnke

Schocken können den Trainer Vorfälle dieser Art nicht. Er ist es gewohnt, dass außersportliche Themen dominieren, während er versucht, seine Mannschaft auf eine wegweisende Partie vorzubereiten.

"Vielleicht haben sie die Lage anfangs etwas unterschätzt"

Die Ansätze beim 1:0 gegen Heidenheim waren sichtbar, der Start mit sechs Punkten sowie dem Weiterkommen im Pokal ist mühsam, aber okay geraten - nun beim Bundesligaabsteiger geht es um den Nachweis, ob der HSV wirklich die Kurve nach oben bekommt. Der Null-Punkte-Start des Bundesliga-Absteigers, versichert der Coach, soll dabei keine Rolle spielen. "Wir werden die Arminia auf keinen Fall unterschätzen, sie haben richtig Qualität. Aber vielleicht haben sie die Lage anfangs etwas unterschätzt." Die ersten Bielefelder Gegner hießen Sandhausen, Regensburg und Rostock - "aber wenn der HSV kommt", fängt Walter einen Satz an und beendet ihn nicht. Er will sagen: dann wird der Gegner hellwach sein.

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Bielefeld kommt für Jatta zu früh

Understatement gibt es von dem 46-Jährigen naturgemäß dennoch nicht. "Wir haben genug Selbstvertrauen und Energie, wir wollen mit Wucht auftreten." Einer, der für diese Tugenden wie vielleicht kein zweiter in seinem Kader steht, ist seit der Wochenmitte wieder im Mannschaftstraining: Bakery Jatta. Ein Einsatz auf der Alm kommt nach Muskelbündelriss zu früh, die Freude über den Gambier aber kann Walter kaum verhehlen. Und verfasst geradezu eine Liebeserklärung an den Flügelstürmer. "Baka ist ein Typ, der mit unheimlich viel Emotion, Herz und Leidenschaft auf dem Platz ist. Er liebt es, bei seiner Mannschaft zu sein, und das strahlt er auch aus. Er ist so ein liebenswerter Mensch. Und er ist als Sportler und als Mensch wichtig für uns." Dennoch bremst der Coach den Spieler und sich selbst: "Nach so einer schweren Muskelverletzung brauchen wir Geduld." Und, wenn es nach ihm geht, personellen Nachschlag. "Gegen tiefstehende Gegner benötigen wir Spieler, die stark im Eins-gegen-eins sind", erneuert Walter seinen Ruf nach Verstärkungen.

Diesen Freitag tagt in Hamburg der Aufsichtsrat, und es wird unter anderem darum gehen, ob der Trainer erhört wird. Außerdem wird eine Entscheidung im Vorstandsstreit zwischen Thomas Wüstefeld und Jonas Boldt, seiner Bezugsperson, erwartet. Auch Walters Blick geht daher durchaus in Richtung der außersportlichen Themen.

Sebastian Wolff

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