Regionalliga

Walter über die vergebenen Chancen: "Die letzte Gier hat gefehlt"

Zufriedenheit trotz Remis

Walter über die vergebenen Chancen: "Die letzte Gier hat gefehlt"

HSV-Coach Tim Walter machte seiner Mannschaft nach dem Remis gegen Aufsteiger Dresden keinen Vorwurf.

HSV-Coach Tim Walter machte seiner Mannschaft nach dem Remis gegen Aufsteiger Dresden keinen Vorwurf. Getty Images

Nach 45 Minuten und einer bärenstarken Leistung inklusive vieler Torgelegenheiten der Hamburger stand es 1:0. Dabei hätte der HSV zur Pause auch deutlich höher führen können. Robert Glatzel, Manuel Wintzheimer und David Kinsombi hatten dicke Chancen zum 2:0, brachten den Ball jedoch nicht im Kasten des starken Gästekeepers Broll unter. 

Chancenwucher wird bestraft

"Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit sehr viel vom Spiel und einige Torchancen hatten, aber vor dem Tor hat die letzte Gier gefehlt", analysierte Tim Walter nach der Partie, "so behält der Gegner die Chance zurückzukommen." Und der 45-Jährige behielt recht: Dresden kam verbessert aus der Kabine und verdiente sich in der 68. Spielminute durch Tim Knippings Kopfball den Ausgleich. 

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"Meine Jungs hatten bis zum Ende Bock"

In der Folge warfen die Rothosen alles rein, kamen jedoch nicht mehr zum Siegtreffer. Walter wollte seiner Mannschaft dennoch "keinen Vorwurf machen". "Mir hat gefallen, dass wir bis zum Ende nach vorne gespielt haben. Meine Jungs haben nie aufgehört und hatten bis zum Ende immer Bock", lobte der HSV-Coach, "wir waren bis zum Schluss am Drücker. Wir haben bis zum Schluss versucht, ein Tor zu erzielen."  Allein das "doofe Tor", das die Hanseaten im zweiten Durchgang kassierten, stieß bei Walter auf Kritik. 

Auch für die knapp 17.000 Fans, die im Volksparkstadion zugelassen waren, hatte der der Cheftrainer Lob übrig: "Sie waren in jeder Situation und in jeder Phase des Spiels immer positiv. Nach dem 1:1 haben sie gespürt, dass wir die Unterstützung brauchen und haben uns grandios angefeuert. Das macht einfach Spaß."

Spaß machte allgemein die unterhaltsame Partie, woran auch Dynamo Dresden seinen Anteil hatte. Die Elf von Alexander Schmidt bot dem HSV einen großen Kampf und verdiente sich am Ende einen Punkt. Die Rothosen verpassten es, den zweiten Sieg im zweiten Spiel zu holen, können auf der Leistung aber trotzdem aufbauen. Die Moral der Hamburger forderte Walter "auch in den kommenden Spielen".

Im Stadtderby bei St. Pauli in knapp zwei Wochen wird der HSV wohl die Leistung aus Durchgang eins über die gesamte Spielzeit auf den Platz bringen müssen, um einen Sieg mitzunehmen. Am kommenden Sonntag geht es aber erstmal im Pokal zu Eintracht Braunschweig.

tom