DFB-Pokal

Walter legt sich auf David fest - schon im Pokal in Leipzig

HSV-Innenverteidiger darf in Leipzig ran - Fragezeichen hinter Glatzel

Walter legt sich auf David fest - schon im Pokal

Darf sich am Dienstag in Leipzig zeigen: Jonas David.

Darf sich am Dienstag in Leipzig zeigen: Jonas David. IMAGO/Eibner

Walter ist wichtig, zu betonen, dass David nicht nur zum Zug kommt, um Spielpraxis zu erhalten. "Er hätte ohnehin gespielt. Ich bin total von Jonas überzeugt." Diese Aussage ist tatsächlich mehr als ein Lippenbekenntnis, im Sommer 2021 war Walter der erste HSV-Trainer, der dem Eigengewächs in der Innenverteidigung eine echte Chance gegeben hatte. Der rechtfertigte das Vertrauen grundsätzlich auch, kam nach einer Verletzungspause aber nicht mehr an Mario Vuskovic und Schonlau vorbei, wollte sich im Sommer für mehr Spielpraxis ausleihen lassen - und ist nun gefordert.

Dass David sein Startelfdebüt in dieser Saison gegen einen hochkarätigen Gegner feiert, soll nichts an der grundsätzlichen Herangehensweise ändern. "Natürlich sind wir der Underdog", sagt Walter, "aber nur einigeln wird nicht funktionieren." Bei der 0:3-Niederlage am Millerntor hatte der Coach nach der frühen Roten Karte gegen Schonlau die auf drei Mann dezimierte Viererkette nicht aufgestockt, weil er den Gegner weiter mit Kontrolle im Mittelfeld beschäftigen wollte, auch gegen RB am Dienstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) will er an seinen Grundsätzen festhalten: "Unsere DNA ist, dass wir mutig sind, dass wir den Ball haben und Spiele gewinnen wollen. Wir wissen um die Qualität von Leipzig, aber wir brauchen auch da unsere gewohnte Intensität." Und womöglich noch ein bisschen mehr.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Robert Glatzel. Der Torjäger hatte in der Woche vor dem Derby einen Tag wegen Rückenbeschwerden reduziert trainiert, und Walter sagt: "Er hat immer noch Rückenprobleme." Die Entscheidung über seinen Einsatz soll am Montag fallen, und der Coach vertraut auf Glatzels Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein: "Bobby ist so reflektiert und für seine Mannschaft da, dass er selbst genau weiß, wann er uns helfen kann und wann nicht."

Sebastian Wolff

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