2. Bundesliga

Walter: "Irgendwann ist auch der Kopf müde"

HSV spielt zum siebten Mal zur remis

Walter: "Irgendwann ist auch der Kopf müde"

Voll dabei: HSV-Coach Tim Walter an der Seitenlinie.

Voll dabei: HSV-Coach Tim Walter an der Seitenlinie. imago images/KBS-Picture

"In der ersten Hälfte waren wir das bessere Team, können vielleicht das 2:0 machen. In der zweiten Hälfte war Kiel besser, sie hatten die besseren Chancen. Natürlich wollten wir gewinnen und sind alle nicht zufrieden", sagte Moritz Heyer nach der Partie bei "Sky" und schob ehrlich hinterher: "Mehr wäre heute auch nicht verdient gewesen." 

Mehr als eben jenes 1:1, was am Ende im Hamburger Volkspark auf der Anzeigetafel stand. Es war das siebte Remis im zwölften Spiel in der laufenden Saison. Dabei hätte man mit einem Dreier etwas an Boden gutmachen können. "Klar sieht man die Ergebnisse der anderen und will gewinnen, das ist uns nicht gelungen. Es ist für uns alle enttäuschend, aber es geht nächste Woche weiter", so Heyer. 

Walter: "Wir haben alles versucht"

Auch Coach Tim Walter hatte eine gute erste Hälfte seiner Mannschaft gesehen. "Da müssen wir den Deckel drauf machen, da lassen wir den Gegner am Leben", befand der Trainer. "Die Liga ist sehr ausgeglichen. Heute hatten wir einfach nicht mehr die Kraft, um am Ende nachzulegen." Walter meinte damit nicht nur die Beine: "Irgendwann ist auch der Kopf müde."

Eine dicke Chance hatte der HSV noch auf den Sieg, aber der eingewechselte Mikkel Kaufmann schoss links vorbei. "Den kann man einfach mal reinkicken. Selber reinkicken kann ich sie nicht", so Walter, der aber insgesamt keine schlechte Leistung attestierte: "Wir haben alles investiert, alles versucht, deswegen mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf."

Nach zwölf Spielen steht der Hamburger SV aktuell auf dem sechsten Platz, hat im Moment drei Punkte Rückstand auf Platz drei und zwei, wobei Regensburg morgen noch spielt. "Ich glaube nicht, dass wir aktuell über Spitzenmannschaft oder solche Geschichten reden sollten. Wir schauen auf uns, brauchen noch nicht auf die anderen schauen. Wir haben genug vor der eigenen Tür zu kehren", sagte Kapitän Sebastian Schonlau. 

mst