2. Bundesliga

HSV hat noch nie gegen Kiel gewonnen

HSV hat noch nie gegen Kiel gewonnen

Walter: "Den Adrenalinpegel lassen wir oben"

Auf Vollgas gebürstet: Tim Walter möchte den jüngsten Schwung mitnehmen.

Auf Vollgas gebürstet: Tim Walter möchte den jüngsten Schwung mitnehmen. imago images/Jan Huebner

Die Bilanz gegen Holstein Kiel sieht aus Sicht des HSV recht düster aus, denn in den bisherigen sechs Partien blieb der HSV stets ohne Sieg (0/4/2). Vor allem das erste Aufeinandertreffen dürfte in Hamburg Spuren hinterlassen haben. Es war immerhin das erste Zweiligaspiel für den einstigen Bundesliga-Dino. Jonas Mefferts Traumtor brachte die 0:3-Pleite auf den Weg. Trainer der Störche damals? Tim Walter.

Immerhin ist das Duo mittlerweile beim Hamburger SV unter Vertrag. "Ich war ja immer auf der anderen Seite, als ich gegen den HSV gespielt habe", merkte Walter am Donnerstag auf der Pressekonferenz schmunzelnd an. "Als Trainer der Kieler habe ich zweimal gegen den HSV gewonnen. Jetzt drehen wir den Spieß einfach um."

Walter über Kiel: "Von daher bin ich dem Verein immer zu Dank verpflichtet"

Walter blickt nach wie vor gern auf die Zeit zurück. "Das war eine schöne Erfahrung. Der Verein hat mir die Chance gegeben, mich im Profidasein zu etablieren. Von daher bin ich dem Verein immer zu Dank verpflichtet. Da sind ganz viele tolle Menschen am Start, die viel Herzblut investieren."

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Obwohl Kiel derzeit im Keller festhängt, wisse er, "dass Kiel gefährlich sein kann. Deshalb sind unsere Sinne geschärft und wir haben genug Aufwind und Rückenwind." Kein Wunder, in der Liga wurde Paderborn in der Nachspielzeit geschlagen (2:1) und im Pokal musste Nürnberg dran glauben (2:4 i.E.).

Walter: "Es ist für uns wichtig, immer auf dem Gaspedal zu bleiben"

"Den Adrenalinpegel lassen wir gerade oben", hofft Walter. "Es ist für uns wichtig, immer auf dem Gaspedal zu bleiben, immer Druck auszuüben. Das brauchen die Jungs auch. Diesen Schwung und dieses Adrenalin versuchen wir, so lange wie möglich mitzunehmen."

Für die Portion Extra-Boost sollen die Zuschauer sorgen, über 35.000 Tickets sind bereits verkauft. Die Spielweise der Hamburger ist unter Walter ja durchaus mitreißend. "Wenn das für die Zuschauer - die mittlerweile ein anderes Consumerverhalten haben - ansprechend ist, dann sind wir auch froh", freut sich der Coach über den Zuspruch.

Für den schwer verletzten Tim Leibold wird wohl wieder Miro Muheim auf der linken Seite zum Einsatz kommen. Seine Alternative zu dem 23-Jährigen wäre Jan Gyamerah. Der hat seinen Platz rechts in der Viererkette erst in der vergangenen Woche an Moritz Heyer verloren, hatte unter Ex-Trainer Daniel Thioune aber bereits aushilfsweise links verteidigt. Allerdings deutete Walter auch an, dass ein Systemwechsel auf eine Dreierreihe denkbar sei.

tru