Bundesliga

Luca Waldschmidt Abstiegskampf: "Weiß, wie sich das anfühlt"

Wolfsburgs Offensivmann setzt auf positive Gedanken

Waldschmidt und der Abstiegskampf: "Ich weiß, wie sich das anfühlt"

Tat sich beim VfL bislang schwer: Luca Waldschmidt.

Tat sich beim VfL bislang schwer: Luca Waldschmidt. imago images/Christian Schroedter

Er hatte die Chance, die Sieglos-Serie des VfL Wolfsburg zu beenden. Luca Waldschmidt vergab gegen Hertha BSC (0:0) die größte Möglichkeit, setzte den Ball freistehend über das Tor. "Ich hatte ein, zwei Chancen, die ich machen muss", räumt der Offensivmann ein. Doch für ihn gilt wie für seine Mannschaft: Es läuft (noch) nicht in dieser Saison.

Mit großen Erwartungen und für zwölf Millionen Euro war der 25-Jährige im Sommer von Benfica Lissabon zum VfL gewechselt, die Perspektive Champions League lockte. Die Realität aber heißt Abstiegskampf. "Ich weiß", sagt er, "wie sich das anfühlt." Waldschmidt denkt zurück an seine Zeit beim HSV, den er 2017 mit seinem ersten Bundesligator vor der Relegation bewahrte - und den VfL hineinbeförderte. Ein Jahr später stieg der Angreifer dann mit den Hanseaten in die 2. Liga ab.

"Die nächste Chance, die kommt, mache ich rein"

Zeiten und Tabellenregionen, die Waldschmidt eigentlich hinter sich gelassen hat. Mittlerweile hat er sieben Länderspiele (zwei Treffer) absolviert, war 2020 für 15 Millionen Euro vom SC Freiburg nach Lissabon gewechselt. In Wolfsburg feierte er sein Königsklassendebüt - und steckt nun wieder mittendrin im Überlebenskampf der Bundesliga. "Generell ist es nicht mein Ziel, gegen den Abstieg zu spielen", betont er, stellt sich aber der Realität und beteuert: "Wir wissen, dass es nicht mehr so viele Punkte nach unten sind. Wir wissen, worum es geht." Um den Klassenerhalt statt Europa. "Darüber", sagt er, "brauchen wir nicht zu reden."

Der VfL, seit Anfang November sieglos, muss wieder das Gewinnen lernen. Und das Toreschießen. In fünf der vergangenen sechs Spiele ging die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt leer aus. Waldschmidt, dem erst ein Saisontreffer gelang, würde nichts lieber tun, als den eigenen Negativlauf wie auch den der Mannschaft zu beenden. Positive Gedanken sollen im besten Fall am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) dabei helfen. "Die nächste Chance, die kommt", sagt er, der in dieser Saison unverändert eine zweistellige Toranzahl anpeilt, "mache ich rein." Wenn es nur alles so einfach wäre …

Thomas Hiete