Bundesliga

"Wahnsinn, was Magath geleistet hat"

Gentner, Riether und Schäfer im Gespräch mit dem kicker

"Wahnsinn, was Magath geleistet hat"

Ein Gesicht der Bundesliga: Felix Magath war Spieler, Trainer und Manager im deutschen Oberhaus.

Ein Gesicht der Bundesliga: Felix Magath war Spieler, Trainer und Manager im deutschen Oberhaus. imago images

Als Spieler wurden Schäfer, Riether und Gentner 2009 Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg. Aktuell arbeiten sie an der zweiten Karriere: Schäfer seit 2018 als Sportdirektor in Wolfsburg. Riether seit 2019 als Koordinator der Lizenzspielerabteilung auf Schalke. Gentner befindet sich auf der Zielgeraden der Profilaufbahn, sein aktueller Vertrag bei Union Berlin läuft bis Saisonende.

Zudem stecken alle drei seit Oktober mitten im erstmals gestarteten Zertifikatslehrgang "Management im Profifußball", der 18 Monate andauert und den DFB-Direktor Oliver Bierhoff als ein Mosaikstein ansieht "um den deutschen Fußball zurück an die Weltspitze zu führen". Dazu gehöre es, "die künftigen Verantwortlichen im Sport bestmöglich auszubilden".

"Dass er mal im Training fehlte, kam ganz selten vor - mit normalen Maßstäben nicht nachvollziehbar"

Christian Gentner über Felix Magath

Ihren größten Erfolg feierte das Trio ausgerechnet unter jenem Mann, der bei den Niedersachsen Trainer und Manager in Personalunion war und heutzutage gerne schimpft, eine Position wie "Kaderplaner" sei nur erfunden worden, um Verantwortung abzuschieben: Felix Magath. "Zunächst einmal schaue ich auf ihn mit totaler Bewunderung", betont Riether.

Im Gespräch: Sascha Riether, Christian Gentner und Marcel Schäfer (v.l.).

Im Gespräch: Sascha Riether, Christian Gentner und Marcel Schäfer (v.l.). kicker

"Gerade jetzt, da ich im Management bin und erkenne, wie viel dort gearbeitet wird. Damals haben wir sogar noch international gespielt. Wenn man sich vor Augen führt, wie viele Personen heute die verschiedenen Positionen abdecken, ist es wirklich Wahnsinn, was Magath geleistet hat."

Auch Schäfer ist voll des Lobes über den alten Chef. "Meine Aufgaben unter einen Hut zu bekommen, ist schon jetzt hier und da nicht ganz so einfach, trotz Sieben-Tage-Woche und ständiger Erreichbarkeit. Trainer und Manager in Personalunion hat zwar den Vorteil, dass die Entscheidungswege sehr kurz sind. Aber der Arbeitsaufwand ist immens hoch." Und Gentner ergänzt: "Wir haben Magath zu 95 Prozent als Trainer wahrgenommen. Dass er aufgrund seiner Managertätigkeit mal im Training fehlte, kam ganz selten vor. Mit normalen Maßstäben nicht nachvollziehbar."

Im großen Dreiergespräch sprechen Schäfer, Riether und Gentner über Werte, Entwicklungen und Ziele und erzählen, welche Führungskultur ihnen vorschwebt, was sie über einen weiteren Gehaltsverzicht denken und welche Lehre der Fußball aus der Krise ziehen sollte - zu lesen in der Montagsausgabe oder ab Sonntagabend im eMagazine

Thiemo Müller

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