Bayern

Fenk: "Wir wollen ganz oben angreifen"

Kader-Qualität bei Burghausen stimmt, die Breite nicht

Wacker will neue Spieler holen - Fenk: "Wir wollen ganz oben angreifen"

Durch eine 0:1-Pleite in Nürnberg rückte die Tabellenspitze für Wacker Burghausen erst einmal in die Ferne.

Durch eine 0:1-Pleite in Nürnberg rückte die Tabellenspitze für Wacker Burghausen erst einmal in die Ferne. IMAGO/Zink

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"Wir versuchen, weiter so erfolgreich zu sein wie möglich", sagt der Sportliche Leiter Karl-Heinz Fenk (55). "Aber Haching und Würzburg arbeiten unter Profi-Bedigungen" - das tut der SV Wacker eben nicht.

Dennoch sind die Verantwortlichen mit der Leistung zufrieden: 30 Punkte nach 17 Partien ist eine ähnlich gute Bilanz wie in der Vorsaison (34 Punkte). Und das, obwohl Wacker zehn Abgänge kompensieren musste und ein neues Trainerteam gekommen war. "Da ist es nicht selbstverständlich, dass es wieder so läuft", meint Fenk, der mit Geschäftsführer Andreas Huber die Aufgabe der Kaderplanung innehat.

Diese läuft im oberbayerischen Burghausen bereits auf Hochtouren. "Seit 14 Tagen sind wir mit Spielern, deren Verträge auslaufen, in Gesprächen. Wir hoffen, dass wir in zwei Wochen Vollzug melden können." Dazu kommt, dass sich Wacker seit einem Monat intensiver auf dem Transfermarkt umschaut. "Wir wollen ganz oben angreifen und müssen uns auf einigen Positionen verstärken", sagt Fenk.

Denn warum es nicht für ganz oben reicht, liegt auch am Kader - nicht unbedingt an der Qualität, sondern vielmehr daran, dass er relativ klein ist und Burghausen in den vergangenen Wochen von großen Verletzungssorgen geplagt war. Schlüsselspieler wie Kapitän Christoph Schulz, Mittelfeldregisseur Denis Ade oder Linksverteidiger Moritz Moser stehen Trainer Hannes Sigurdsson seit Längerem nicht zur Verfügung. "Haching und Würzburg haben knapp 30 Spieler, das sind beinahe zwei Teams. So weit sind wir noch nicht", betont der 55-Jährige und fügt an: "Aber wir sind auf einem gutem Weg dorthin."

Solange wie möglich möchte der SV Wacker den Anschluss an die großen Zwei aus Unterhaching und Würzburg halten. Eine überraschende Wende an der Tabellenspitze ist für Fenk derweil nicht ausgeschlossen: "Wenn sich doch noch die Chance bietet, wollen wir reinstechen und da sein." Mit der Festung Wacker-Arena - 18 der 30 Punkte wurden zu Hause geholt -, in der es in dieser Saison erst eine Niederlage gegen die DJK Vilzing (0:2) gab, sieht sich Wacker bestens aufgestellt.

Alexander Nöbauer