Bundesliga

Dimo Wache übt scharfe Kritik an Mainzer Trainerwechsel

Ehrenspielführer über den Mainzer Trainerwechsel - und zwei OPs

Waches scharfe Kritik: "Nicht mehr der FSV, den ich kenne"

Dimo Wache

"So ist das heute im Fußball": Dimo Wache wundert sich über die Hinrunden-Vorgänge in Mainz. imago images

"Der Trainerwechsel gab einen neuen Impuls, Mainz wird den Klassenerhalt packen, davon bin ich überzeugt. Aber es geht mir gegen den Strich, dass in der Hinrunde Sandro Schwarz geopfert wurde, obwohl definitiv mehr Leute Verantwortung tragen", bemängelte Wache.

Im Mittelpunkt der Kritik steht die Einmischung des Aufsichtsrats, dem die sportliche Expertise fehlt, in Personalfragen. "Eine Woche vorher hieß es noch, es gibt keine Diskussion. Dann rennt nach dem Union-Spiel der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne wild gestikulierend auf den Platz... Aber so ist das heute im Fußball. Das ist nicht mehr der 1. FSV Mainz 05, den ich kenne", ärgert sich Wache.

Wache bekommt auch links ein künstliches Kniegelenk

Dem 46 Jahre alten Torwarttrainer des SV Darmstadt 98, der einst mit Schwarz in der 2. Liga spielte, stehen selbst schwere Zeiten bevor, allerdings aus völlig anderen Gründen. Nachdem er vor vier Jahren rechts ein künstliches Kniegelenk bekam, ist in diesem Februar das linke Knie an der Reihe.

Und: "Im Laufe des Jahres, wenn die OP und die Reha erfolgreich abgeschlossen sind, muss mein oberes Sprunggelenk versteift werden, es ist komplett kaputt. Nach Aussage der Ärzte ist diese Knöchel-OP nicht mehr lange aufschiebbar, sonst lässt sie sich nicht mehr durchführen, und ich müsste mit dem Rollator durch die Gegend fahren", erzählt Wache.

In Darmstadt ist Wache seit rund einem Jahr krankgeschrieben

In seiner gesamten Karriere als Torwart und Trainer musste er inzwischen an die 30 OPs über sich ergehen lassen. Zu den beiden bevorstehenden Eingriffen gibt es aus seiner Sicht aber keine Alternative: "Falls ich es nicht machen lasse, könnte ich meinen Plan, als Torwarttrainer auf den Platz zurückzukehren, vergessen."

Beim SV Darmstadt 98 ist er seit rund einem Jahr krankgeschrieben. Nachdem die OP 2019 und Reha nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, hat er sich im Dezember mit den Verantwortlichen am Böllenfalltor zusammengesetzt und besprochen, dass der für Januar geplante Wiedereinstieg weiter verschoben werden muss.

Michael Ebert

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