Olympia

Vorrunden-Aus für Borger/Sude - Gold-Favorit Zeidler scheitert - Stabhochsprung-Duell fällt ins Wasser

Olympia: Die Splitter vom Donnerstag

Vorrunden-Aus für Borger/Sude - Gold-Favorit Zeidler scheitert - Stabhochsprung-Duell fällt ins Wasser

Frühes Aus: Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude.

Frühes Aus: Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude. AFP via Getty Images

+++ Zverev trifft auf Dominator Djokovic +++

Mit einem souveränen Zweisatzsieg über Jeremy Chardy ist Alexander Zverev ins Halbfinale des olympischen Tennisturniers eingezogen. Dort wartet am Freitag nun Dominator Novak Djokovic, der auf den "Golden Slam" schielt.

+++ Wagner bejubelt Bronze statt Gold +++

Judo-Weltmeisterin Anna-Maria Wagner hat zwar die Goldmedaille verpasst, den Kampf um Bronze dann aber für sich entschieden. Im kleinen Finale der Klasse bis 78 kg setzte sich die 25-Jährige, die als Gold-Favoritin angereist, dann aber bereits im Halbfinale ausgeschieden war, schließlich knapp gegen Kaliema Antomarchi aus Kuba durch.

+++ Ovtcharov verpasst Sensation gegen Angstgegner Long +++

Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov hat den Einzug ins Endspiel gegen den Chinesen Ma Long nach einem packenden 3:4-Krimi (11:13, 8:11, 11:9, 11:9, 7:11, 11:5, 9:11) nur knapp verpasst, kämpft nun aber um Bronze. Im 19. Duell mit der Nummer drei der Welt musste Ovtcharov somit die 19. Niederlage hinnehmen.

+++ Bencic spielt um Gold +++

Die erste Tennis-Finalistin steht fest. Belinda Bencic aus der Schweiz hat sich am Donnerstag mit 7:6 (7:2), 4:6, 6:3 gegen Jelena Rybakina aus Kasachstan durchgesetzt. Im Endspiel wird die 24-Jährige nun entweder auf Elina Switolina aus der Ukraine oder Marketa Vondrousova aus Tschechien treffen. Auch im Doppel hat Bencic übrigens noch die Chance auf Edelmetall, dort steht sie an der Seite von Viktorija Golubic im Halbfinale.

+++ Borger/Sude scheitern in der Vorrunde +++

Die deutschen Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude sind nach ihrer dritten Niederlage in Tokio als Gruppenletzte bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Gegen Raisa Schoon und Katja Stam aus den Niederlanden gab es am Donnerstag ein 0:2 (22:24, 16:21). "Wir hatten eine starke Gruppe, haben drei Mal verloren und es ist megaenttäuschend, dass wir nicht wenigstens ein Spiel gewinnen konnten", sagte eine enttäuschte Sude hinterher.

+++ Herzog holt nächste Medaille im Kanuslalom +++

Andrea Herzog (Meißen) hat mit Bronze die nächste deutsche Medaille im Kanuslalom gewonnen. Die 21 Jahre alte Weltmeisterin im Canadier-Einer landete im Finale hinter Jessica Fox (Australien) sowie Mallory Franklin (Großbritannien) und setzte damit die Erfolgsserie des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) fort.

+++ Laser-Weltmeister Buhl bei Olympia-Regatta mit starkem Comeback +++

Laser-Weltmeister Philipp Buhl hat sich im Kampf um die vorderen Plätze bei der Regatta vor Enoshima zurückgemeldet. Nach schwachen Ergebnissen am Dienstag, dem Absturz auf Position 13 im Klassement und einem Ruhetag gelang dem Segler aus Sonthofen heute mit den Rängen vier und drei ein starkes Comeback. Er rückte auf Gesamt-Platz sieben vor. "Meine Starts waren gut, mein Speed war gut, mein Biss war gut. Ich habe mich nicht geschont", sagte der 31-Jährige nach den Rennen sieben und acht. Zwei Durchgänge am Freitag bleiben Buhl, um noch dichter an die Spitzenreiter heranzurücken und seine Chancen für das Medaillenrennen der besten zehn Lasersegler am Sonntag zu erhöhen. Erster nach acht von zehn Rennen bis zum Finale ist der Australier Matt Wearn.

+++ Rudern: Kroatisches Kunststück +++

Im Zweier ohne Steuermann führte auch in Tokio kein Weg am kroatischen Brüderpaar Martin und Valent Sinkovic vorbei. Überlegen gewannen die Kroaten ihr Rennen und holten nach Rio 2016 zum zweiten Mal Gold bei olympischen Spielen - vor fünf Jahren hatten sie das aber noch in einer anderen Bootsklasse, dem Doppelzweier, geschafft. Silber ging an Rumänien, Bronze holte überraschend Dänemark. Bei den Frauen gewann Neuseeland vor den Athleten aus Russland und Kanada. 

+++ Unsportlich? Melo kritisiert Djokovic +++

Marcelo Melo, ehemalige Nummer 1 im Herren-Doppel, scheiterte mit seiner brasilianischen Landsfrau Luisa Stefani im Mixed an Novak Djokovic und Nina Stojanovic aus Serbien (3:6, 4:6) und zeigte sich anschließend enttäuscht vom Djoker, warf diesem Unsportlichkeit vor. "Er hat einen Schmetterball direkt in meinen Rücken gespielt, den hätte er so nicht spielen müssen", beklagte sich Melo über eine Szene aus dem zweiten Satz und meinte, dass er selbst "so nie spielen würde. Aber gut, das sind die olympischen Spiele - und jeder spielt so, wie er es mag". Angesprochen auf die Vorwürfe zeigte sich Djokovic, der sich nach seinem Schmetterball umgehend beim Brasilianer entschuldigt hatte, überrascht und wollte sich nicht weiter dazu äußern.

+++ Wellbrock fehlen 35 Hundertstelsekunden +++

Einen Tag nach Sarah Köhler konnte ihr Verlobter Florian Wellbrock nicht über die erhoffte Schwimm-Medaille jubeln. Über 800 Meter Freistil fehlten dem 23-Jährigen nur 35 Hundertstelsekunden zu Bronze.

+++ Italienerinnen außer sich vor Freude +++

Valentina Rodini und Federica Cesarini

Überglücklich: Valentina Rodini und Federica Cesarini. picture alliance / Action Plus

Während Jonathan Rommelmann und Jason Osborne im Leichtgewichts-Doppelzweier die erste Medaille für den Deutschen Ruderverband geholt haben, erlebten bei den Frauen Valentina Rodini und Federica Cesarini wie es sich anfühlt, wenn man unverhofft Gold gewinnt. Den favorisierten Niederländerinnen war am Ende die Puste ausgegangen, sodass Italien und Frankreich vorbeizogen. Nur bekamen das die Italienerinnen zunächst gar nicht mit, als sie die Nachricht dann ereilte, kannte die Freude keine Grenzen mehr.

+++ Gold-Favorit Zeidler scheitert krachend +++

Gold-Favorit Oliver Zeidler hat bei den olympischen Ruderwettbewerben in Tokio überraschend das Finale verpasst. Der 25-Jährige vom Donau-Ruder-Club Ingolstadt wurde am Donnerstag in seinem Halbfinale nur Vierter. Um in den Endlauf am Freitag (2.42 Uhr MESZ) einzuziehen, hätte der Welt- und Europameister mindestens Dritter werden müssen. Bei seinem Lauf auf dem Sea Forest Waterway in Japan fehlten Zeidler 0,6 Sekunden auf den dritten Rang. Im letzten Teil der Strecke konnte er mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten und verlor Meter um Meter. Zeidler darf nun lediglich im B-Finale antreten und greift nicht in den Kampf um die Medaillen ein.

+++ DOSB-Chef Hörmann fordert mehr Anerkennung durch Fußball +++

Der Deutsche Olympische Sportbund nimmt die Fußball-Bundesliga nach dem frühen Aus des deutschen Teams bei den Tokio-Spielen in die Pflicht. "Es wäre schön, wenn künftig auch im Bereich des Fußballs die besondere Bedeutung der Olympischen Spiele mehr Anerkennung erfährt", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Dressel gewinnt Königsdisziplin +++

Caeleb Dressel

Strahlemann: Caeleb Dressel. picture alliance

US-Schwimmstar Caeleb Dressel hat in seinem zweiten Finale seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der 13-malige Weltmeister triumphierte drei Tage nach dem Erfolg in der 4x100-m-Freistilstaffel auch auf der Einzelstrecke. In 47,02 Sekunden ließ der 24-Jährige den Australier Kyle Chalmers nur um sechs Hundertstel hinter sich. Zum Weltrekord des Brasilianers Cesar Cielo fehlten elf Hundertstel. Bronze ging an den Russen Kliment Kolesnikov

+++ Bitterer Tag für Chupkov +++

Weltmeister und Weltrekordler Anton Chupkov (ROC) musste sich über 200 m Brust mit Platz vier abfinden. Der Sieg gegen an Izaac Stubblety-Cook aus Australien, der bei seinem Sieg den Weltrekord nur um 26 Hundertstelsekunden verfehlte.

+++ Corona grassiert weiter +++

Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Donnerstag bekannt. So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

+++ Heintz verpasst Finale +++

Philip Heintz hat das Finale über 200 Meter Lagen bei Olympia in Tokio verpasst. Der 30-Jährige schlug am Donnerstag nach 1:58,13 Minuten an und war damit Siebter in seinem Halbfinale. Schnellster war Wang Shun aus China mit einer Zeit von 1:56,22 Minuten. Jacob Heidtmann war trotz persönlicher Bestzeit im Vorlauf am Vortag ausgeschieden. Für Heintz sind es die letzten Olympischen Spiele der Karriere. Er war schon in London 2012 und 2016 dabei.

+++ 4 x 200 Meter der Frauen: China siegt mit Weltrekord +++

Die deutsche Freistil-Staffel der Frauen über 4 x 200 Meter hat den sechsten Platz belegt. Isabel Gose, Leonie Kullmann, Marie Pietruschka und Annika Bruhn schlugen nach 7:53,89 Minuten an. Den Sieg sicherte sich das Quartett aus China in der Weltrekordzeit von 7:40,33 Minuten. Silber holten die USA in 7:40,73, Bronze ging an Australien in 7:41,29. Auch diese beiden Teams blieben mit ihren Zeiten unter der bisherigen Bestmarke. In Rio de Janeiro hatte es die deutsche Staffel auf dieser Strecke nicht ins Finale geschafft.

+++ "Hitze haut rein": Fognini entschuldigt sich für homophobe Äußerung +++

Bei seinem Aus gegen Daniil Medeved hatte sich Fabio Fognini nicht im Griff und erlaubte sich vor lauter Ärger eine Entgleisung. Fognini beleidigte sich zwar selbst, allerdings mit einem homophoben Ausdruck. Der Italiener entschuldigte sich nun dafür. "Ich habe einen wirklich dummen Ausdruck für mich selber benutzt", schrieb der 34-Jährige auf Instagram: "Ich wollte die Gefühle von niemandem verletzen, ich liebe die LGBT-Community und ich entschuldige mich für den Unsinn, den ich geäußert habe." Der für seine Emotionalität bekannte Fognini verwies bei seiner Entschuldigung auch auf die extremen Temperaturen in Tokio: "Die Hitze haut rein."

+++ Stabhochsprung-Weltmeister Kendricks muss in Quarantäne +++

Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA wird nach einem positiven Coronatest den olympischen Wettbewerb in Tokio verpassen. Wie das Olympische und Paralympische Komitee der Vereinigten Staaten USOPC via Twitter mitteilte, wurde Kendricks in ein Quarantäne-Hotel gebracht. Nach Angaben seines Vaters hat der 28-Jährige keine Symptome. Damit fällt das große Duell mit dem Schweden Armand Duplantis ins Wasser.

+++ Hockey-Herren verlieren überraschend +++

Deutschlands Hockey-Herren müssen um den Einzug ins olympische Viertelfinale zittern. Das DHB-Team kassierte am Donnerstag beim überraschenden 3:4 (3:2) gegen Südafrika die zweite Turnier-Niederlage und benötigt im abschließenden Gruppenspiel gegen den WM-Zweiten Niederlande mindestens einen Punkt, um aus eigener Kraft die K.-o.-Runde zu erreichen.

nba/drm/dpa

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