3. Liga

Vorfreude und offene Fragen: Die 3. Liga startet

"Ehrliche Liga, richtig guter Fußball"

Vorfreude und offene Fragen: Die 3. Liga startet

Bei der PK zum Start der 3. Liga: Torsten Frings, Manuel Hartmann und Alf Mintzel (v.l.).

Bei der PK zum Start der 3. Liga: Torsten Frings, Manuel Hartmann und Alf Mintzel (v.l.). imago images

Der eine ist mit 325 Partien der zweiterfahrenste der noch recht jungen Drittliga-Geschichte, der andere steht vor seinem Debüt in der seit 2008 bestehenden dritten Profiliga: Was Alf Mintzel und Torsten Frings eint, ist die Vorfreude auf die neue Spielzeit und die Partien. "Es ist eine sehr spannende, ausgeglichene Liga mit vielen Traditionsvereinen, da schaut man genauer hin", findet Ex-Nationalspieler Frings, der sich nicht erst seit Dienstbeginn als Trainer des SV Meppen mit der 3. Liga beschäftigt: "Es können viele verrückte Sachen passieren, eine ehrliche Liga mit richtig gutem Fußball."

Spektakel verspricht sich Mintzel, seit Ende seiner Spielerkarriere vor rund einem Jahr im Marketing vom SV Wehen Wiesbaden angestellt: "Es gibt viele Spiele mit einem offenen Visier und es ist eine sehr athletische Liga, in der viel passiert." Überhaupt habe die 3. Liga eine "positive Entwicklung genommen", findet das Urgestein, der bereits in der Premierensaison dort spielte, damals mit dem SV Sandhausen.

Die Zahlen der vergangenen Saison bestätigen das. In der vergangenen Saison war die Klasse bis zur Corona-Pause auf dem besten Weg, einen Zuschauerrekord einzustellen, trotz der 110 Geisterspiele nach Wiederbeginn wurde es noch der drittbeste Schnitt der Geschichte. Gebrochen wird der Rekord allerdings wohl auch in der neuen Saison nicht, das ist allerdings wie vieles unwägbar.

Knapp 5000 Zuschauer werden es beim Eröffnungsspiel auf dem Betzenberg sein, deutlich mehr hätten es ohne die Pandemie-bedingten Auflagen sein können. Wie voll die Stadien in der kommenden Spielzeit werden, ist überhaupt noch nicht absehbar. "Wir haben das Konzept so angepasst, dass es für eine ganze Saison umsetzbar ist, nicht nur für zwei Monate", erklärt Manuel Hartmann als Abteilungsleiter Spielbetrieb die Überlegungen des DFB. Eine dreistufige Unterscheidung in grün, gelb und rot wird je nach Pandemielage am Spielort die Möglichkeiten vorgeben. "Damit sind wir flexibler als in der vergangenen Saison."

Klar ist, dass die Drittligisten aufgrund der geringeren Einnahmen an Fernsehgeldern und Prämien deutlich mehr auf die Zuschauereinnahmen angewiesen sind. Wie sehr Corona den Klubs wirtschaftlich geschadet hat, wird sich demnächst genauer zeigen. Im Herbst steht die Nachlizensierung an, dann liegen dem DFB alle Zahlen vor.

Bis dahin wird es auch eine erste Tendenz geben, ob Neuling Frings mit seinen Tipps richtig liegt: "Für mich ist Dynamo Dresden der Hauptfavorit", sagte der 43-Jährige: "Wehen Wiesbaden und 1860 München werden auch ganz oben dabei sein. Ich bin davon überzeugt, dass mindestens zwei dieser drei Mannschaften aufsteigen werden."

Patrick Kleinmann

Die Trainer in der 3. Liga