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Vorfall mit Motorgleitschirmflieger in München - Hoeneß kritisiert Ungarn

EM-Splitter: Özil wünscht DFB-Elf Glück

Vorfall mit Motorgleitschirmflieger in München - Hoeneß kritisiert Ungarn

Glück im Unglück: Ein Motorgleitschirmflieger stürzt nur glimpflich auf den Rasen der Münchner Allianz-Arena.

Glück im Unglück: Ein Motorgleitschirmflieger stürzt nur glimpflich auf den Rasen der Münchner Allianz-Arena. imago images

+++ Motorgleitschirmflieger stört deutschen EM-Auftakt +++

Ein Motorgleitschirmflieger hat das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM gestört. Der Mann, der über dem Stadion schwebte und versuchte, einen großen gelben Ball in die Arena zu werfen, geriet in eine Stahlseilkonstruktion am Stadiondach und kam stark ins Trudeln. Nur mit großer Mühe konnte er einen Absturz in die Zuschauerränge verhindern und landete am Ende unsanft auf dem Rasen der Münchner Arena. Auf seinem gelben Gleitschirm war ein Schriftzug der Umweltorganisation "Greenpeace" zu lesen - "Kick Out Oil!". Mit der Aktion sollte gegen den EM-Sponsor "Volkswagen" protestiert werden, "Greenpeace" forderte in einem Post dazu von dem Konzern, keine klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos mehr zu verkaufen. Die Nationalspieler Antonio Rüdiger und Mats Hummels, die in unmittelbarer Nähe Aufstellung genommen hatten, eilten zunächst zu dem offenbar leicht angeschlagenen Mann, der dann von zwei Sicherheitsleuten aus dem Stadioninnenraum geführt wurde. Der Anpfiff verzögerte sich deshalb aber nicht.

"Greenpeace" entschuldigte sich inzwischen für den Vorfall. "Das tut uns wahnsinnig leid", sagte ein Sprecher der Umweltorganisation der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Auf dem Twitter-Account von Greenpeace hieß es: "Dieser Protest hatte nie die Absicht das Spiel zu stören oder Menschen zu verletzten." "Greenpeace"-Aktionen seien immer friedlich und gewaltfrei. "Leider ist bei dieser Aktion nicht alles nach Plan gelaufen." Eigentlich sei angedacht gewesen, dass der Pilot mit einem großen Latexball über das Stadion schwebt, erklärte der Sprecher. Der Ball hätte dann hinab sinken sollen - der Pilot sollte gar nicht landen. Technische Schwierigkeiten hätten ihn aber zur Notlandung gezwungen.

+++ Polizei: Kaum Verstöße +++

Die Münchner Polizei hat vor dem EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich am Dienstagabend zunächst kaum Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen festgestellt. "Es ist bislang ein gesitteter Abend ohne größere Vergehen", sagte ein Polizeisprecher kurz vor Beginn der Partie. Insgesamt waren 14.500 Menschen in der Arena zugelassen. Hinzu kamen wohl Tausende, die in Biergärten mitfieberten. Um einen Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern, galt jedoch: Feiern nur mit strengen Abstands- und Hygieneregeln.

+++ "Falsches Signal": Hoeneß kritisiert Ungarn +++

Uli Hoeneß

Hat Stellung bezogen: Uli Hoeneß. imago images

Ein Fan-Auflauf in Budapest vor dem EM-Spiel zwischen Titelverteidiger Portugal und Co-Gastgeber Ungarn hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie für Kritik gesorgt. In der fast voll besetzten Puskas Arena herrschte am Dienstagabend anschließend eine Stimmung wie in Zeiten vor dem Virus. Die 55.662 Zuschauer im Stadion, das eigentlich mit 61.000 bei der Endrunde voll ausgelastet ist, empfand der frühere Bayern-Präsident Uli Hoeneß jedoch als "ein schlechtes Signal. Man kann nur hoffen, dass nix passiert", sagte er bei "MagentaTV". Tausende Fans hatten sich am Nachmittag auf einen zwei Kilometer langen Weg vom Budapester Heldenplatz zum Stadion gemacht, das den Namen der ungarischen Fußball-Legende Ferenc Puskas trägt. Größtenteils in roten Trikots gekleidete Anhänger zogen lautstark durch Ungarns Hauptstadt.

+++ Fans stimmen sich auf EM-Spiel ein - Kleinere Verkehrsbehinderungen +++

Mit Gesängen und bei ausgelassener Stimmung haben sich Fans am Dienstagabend auf das EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich eingestimmt. Vor allem die Anhänger des Weltmeisters sangen, tanzten und jubelten - die Partystimmung der Deutschen hielt sich zunächst noch in Grenzen, wie dpa-Reporter berichteten. Auch wenn viele Fans mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten, sorgten mehrere Autofahrer für "kleine Behinderungen" im Vorfeld der Partie. Der Grund: Ein Ticket für das Parkhaus am Stadion konnte nur bis vier Stunden vor Spielbeginn gekauft werden. "Wer dies nicht hatte, musste umdrehen", sagte eine Sprecherin. Das habe zu Verzögerungen geführt, größere Staus habe es aber nicht gegeben. Die Vorfreude auf das Spiel war dennoch groß. "Es ist so geil, einfach mal wieder heute dabei zu sein im Stadion", sagten zwei aus Köln angereiste Fans. Für ausgelassene Stimmung sorgten vor dem Münchner EM-Stadion aber vor allem die blau-weiß-rot gekleideten Fans aus dem Nachbarland. "Wir haben drei Jahre auf diesen Moment gewartet", sagte etwa ein Mann aus Paris in einem selbst genähten Ganzkörperanzug.

+++ Kontrolle muss sein +++

Regeln sind Regeln: Der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist vor dem EM-Vorrundenspiel mit Portugal gegen Ungarn in Budapest kurzzeitig von einem Ordner der Puskas Arena aufgehalten worden. Auf dem Weg Richtung Umkleidekabine kontrollierte die Sicherheitskraft sorgfältig die Akkreditierung des 36-Jährigen, der noch seine Corona-Maske trug. EM-Rekordspieler CR7 (fünftes Teilnahme) fügte sich anstandslos - und ging dann den ihm zugewiesenen Weg.

+++ Auch Pedri beklagt sich über Rasen in Sevilla +++

Nach Nationaltrainer Luis Enrique hat sich auch Spaniens Mittelfeldspieler Pedri über den Rasen in Sevilla beklagt. Der sei zwar "keine Entschuldigung", betonte der 18-Jährige am Tag nach dem ernüchternden 0:0 gegen Schweden, aber in der Tat "nicht in einem sehr guten Zustand" gewesen. "Er hat uns nicht geholfen." Enrique hatte geklagt: "Die Spieler hatten Probleme, den Ball zu kontrollieren. Sie haben sich in der Kabine darüber beschwert." Auch die weiteren Gruppenspiele gegen Polen und die Slowakei bestreitet Spanien in Sevilla.

Axel Witsel

Bald schon wieder im Einsatz? Axel Witsel. Getty Images

+++ Witsel wird gegen Dänemark spielen +++

"Erst" fünf Monate sind seit Axel Witsels Achillessehnenriss vergangen, jetzt spricht Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez von einem "Wunder". Denn: Der Dortmunder wird am Donnerstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Dänemark "Minuten bekommen". Witsel habe eine ganze Woche mit dem Team trainiert und sei seinem Zeitplan "weit voraus". Der Mittelfeldspieler hatte sich Anfang Januar im Spiel gegen RB Leipzig schwer verletzt.

+++ Hasskommentare gegen Berg - Schweden schaltet Polizei ein +++

Schwedens Fußballverband geht gegen Hasskommentare in sozialen Netzwerken gegen Nationalspieler Marcus Berg vor. Der 34-jährige Ex-Hamburger war nach einer vergebenen Großchance beim 0:0 der Skandinavier am Montagabend beim EM-Auftakt in Sevilla in den Netzwerken angefeindet worden. Sicherheitschef Martin Fredman bestätigte dem Sender "SVT Sport" am Dienstag, dass ein Bericht angefertigt und der Polizei überstellt werden soll. Inzwischen hat der Verband in Abstimmung mit Berg Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Es passiere in Abstimmung und Absprache mit Berg.

+++ EM für Zhirkov wohl schon gelaufen +++

Für Russlands Routinier Yuriy Zhirkov ist die EM wohl schon vorbei: Wie Trainer Stanislav Cherchesov am Dienstag erklärte, droht dem 37-Jährigen das vorzeitige Turnier-Aus. "Ich kann nicht die genaue Diagnose nennen, aber ich denke, das wird anderweitig mitgeteilt. Ich fürchte aber, dass wir ihn für das ganze Turnier verloren haben", so Cherchesov vor dem morgigen Spiel gegen Finnland (15 Uhr, LIVE! bei kicker). Zhirkov war beim Auftakt gegen Belgien (0:3) mit einer Knieverletzung ausgewechselt worden.

+++ Schweizer mit neuen Frisuren +++

Die Frisur sitzt. Die Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka und Manuel Akanji kamen in Rom mit frisch gebleichten Haaren an, Nico Elvedi mit Strähnen. "Es geht auch um Psychologie, sie wollten ein Zeichen setzen", sagte SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold vor dem richtungweisenden Gruppenspiel gegen Italien und berichtete: "Der Friseur kam ins Hotel, er musste einen PCR-Test vorweisen. Für ihn galten die gleichen Vorgaben wie für das Hotel-Personal." Anders war ein damaliger Friseurtermin von Dortmunds Akanji abgelaufen. Er und Jadon Sancho waren vor einem Jahr von der DFL mit Geldstrafen belegt worden.

+++ Hjulmand stellt Spielern Einsatz frei +++

Während sich Christian Eriksen erstmals nach seinem Zusammenbruch zu Wort gemeldet hat, nahm sein Trainer Kasper Hjulmand seinen Spielern jeglichen Druck: Er stellt ihnen einen Einsatz gegen Belgien am Donnerstag frei. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob jeder Spieler mental bereit sein wird, das Spiel am Donnerstag zu spielen", sagte der 49-Jährige. Aber es sei "in Ordnung, wenn es einige Spieler gibt, die emotional nicht bereit sind." Er habe allerdings im Moment "ein gutes Gefühl".

+++ Wegen Arnautovic: Nordmazedonien fordert "härteste" UEFA-Strafe +++

Nach Marko Arnautovics Schimpftirade beim Torjubel gegen Nordmazedonien (3:1) fordert der nordmazedonische Verband FFM die "härteste Strafe" von der UEFA und spricht von einem "nationalistischen Ausbruch" gegenüber Ezgjan Alioski. Arnautovic hatte sich für seine Entgleisung öffentlich um Entschuldigung gebeten ("Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein") und angegeben, sich mit Alioski ausgesprochen zu haben.

+++ Özil wünscht DFB-Elf "viel Glück" +++

Letztes Länderspiel 2018: Mesut Özil.

Letztes Länderspiel 2018: Mesut Özil. imago images

Auch Mesut Özil drückt der deutschen Nationalmannschaft heute gegen Frankreich die Daumen. "Viel Glück, Jungs, heute Abend und alles Gute beim ersten EM-Spiel gegen Frankreich", twitterte der Ex-Nationalspieler, der 2018 geräuschvoll zurückgetreten war. "Die Gruppe ist brutal schwer, aber mit einem erfolgreichen Start ist alles möglich. Passt gut auf diesen Benzema auf!"

+++ Cristiano Ronaldo legt sich mit "Coca-Cola" an +++

Cristiano Ronaldo hat auf Portugals Pressekonferenz vor dem EM-Auftakt gegen Ungarn ziemlich deutlich gemacht, was er von "Coca-Cola" hält. Kurz bevor die Medienrunde begann, entfernte der Kapitän zwei vor ihm stehende Flaschen des UEFA-Sponsors und rückte sie aus dem Bild. Stattdessen hielt er seine Wasserflasche hoch und sagte: "Trinkt Wasser!" Das Video dazu verbreitete sich rasant in den sozialen Netzwerken.

+++ Southgate lobt Sanchos Reaktion +++

Jadon Sancho musste bei Englands 1:0-Sieg gegen Kroatien mit einem Tribünenplatz leben. Wie auch Linksverteidiger Ben Chilwell hatte ihn Gareth Southgate nicht für den 23-köpfigen Spieltagskader nominiert. Wie "professionell" das Duo darauf reagiert und "wie viel Respekt" es "der ganzen Mannschaft gezeigt" habe, gefiel dem Nationaltrainer umso mehr. "Wir wissen, dass das einer der Bereiche ist, der passen muss, um erfolgreich zu sein." Sancho und Chilwell hätten es beide "nicht verdient" gehabt, draußen zu sitzen.

kon