Europa League

PSV gegen Monaco: Die Lage bei Götze, Volland, Nübel & Co.

Einer ist noch gar nicht angekommen

Vor PSV gegen Monaco: Die Lage bei Götze, Max, Volland, Nübel und Jakobs

Teilen am Donnerstagabend ein Fußballfeld: Mario Götze, Alexander Nübel und Kevin Volland.

Teilen am Donnerstagabend ein Fußballfeld: Mario Götze, Alexander Nübel und Kevin Volland. imago images (3)

Zwei Klubs mit großer deutscher Fraktion treffen aufeinander: Roger Schmidt und die PSV Eindhoven haben Niko Kovac und die AS Monaco zu Gast. Die beiden ehemaligen Bundesligatrainer haben eine lange Reihe an Ex-Bundesligaspielern in ihren Kadern - darunter insgesamt sechs Deutsche. Wie die Saison für Götze, Nübel & Co. bislang läuft? Eine Übersicht.

Mario Götze: Der Mann für Europa

Auch ohne Nationalmannschaftsberufung fühlt sich der Offensivspieler wohl in den Niederlanden - und untermauerte das Anfang September mit seiner Vertragsverlängerung. "Das ist das Beste, was mir in der aktuellen Phase meiner Karriere passieren konnte", sagte Götze damals. Unter PSV-Trainer Schmidt ist er als Spielmacher gesetzt, glänzte in dieser Saison aber nur auf internationaler Bühne: In zwei Europa-League-Spielen sammelte er bereits vier Torbeteiligungen und damit doppelt so viele wie in acht Einsätzen in der Eredivisie.

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Philipp Max: Ein Fernschuss zum Geburtstag

Nur kurzzeitig wurde der Ex-Augsburger zu Saisonbeginn von einer Verletzung ausgebremst, eroberte dann aber schnell wieder seinen Stammplatz in der Viererkette zurück. Ganz so auffällig wie in seinem ersten PSV-Jahr spielt er in dieser Saison zwar nicht, Schmidt verschrieb dem offensiven Außenverteidiger einem Interview zufolge im Sommer einen Löffel voll Defensive. Sein linker Fuß ist aber nach wie vor eine Waffe. Beim 4:1 bei Sturm Graz am vergangenen Europa-League-Spieltag traf Max mit einem traumhaften Fernschuss - und das an seinem 28. Geburtstag.

Vincent Müller: Wandler zwischen Bank und Reserve

Der 21 Jahre alte Torwart aus der Jugend des 1. FC Köln komplettiert die deutsche Fraktion in Eindhoven. Müller steht zwar im Aufgebot für die Europa League, kam bislang aber ausschließlich in der zweiten Mannschaft der PSV zum Einsatz. Bei den Profis sitzt er gelegentlich als Ersatzkeeper auf der Bank, steht in der Hierarchie aber klar hinter Stammkeeper Joel Drommel und Leipzig-Leihgabe Yvon Mvogo.

Kevin Volland: Die Verkörperung des Kovac-Stils

An die starke Vorsaison kann der EM-Teilnehmer nur bedingt anknüpfen. Beim 3:1 gegen Schlusslicht St. Etienne lieferte Volland eine veritable Glanzleistung ab, ansonsten fehlt ihm aber noch das Selbstverständnis: Insgesamt stehen erst zwei Tore in neun Ligaspielen zu Buche. Dennoch hat der ehemalige Hoffenheimer und Leverkusener einen Stammplatz unter Trainer Kovac - auch weil er die Personifizierung von dessen taktischer Variabilität ist. Mal läuft Volland als Sturmspitze im 4-4-2 auf, mal als hängende Spitze im 3-4-2-1, mal als Zehner im 4-2-3-1.

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Alexander Nübel: Das "Symbol der Schwierigkeiten"

Für die Leihgabe vom FC Bayern hätte der Start im Fürstentum schlechter kaum laufen können. Der Keeper präsentierte sich in seinen ersten Spielen unsicher, nach einem dicken Patzer beim 0:2 gegen Lens geriet er ins Kreuzfeuer der Medien. Sein Konkurrent Benjamin Lecomte wurde etwas überraschend aber zu Atletico Madrid ausgeliehen, sodass Nübel weiter Kovacs Vertrauen genießt. Noch Mitte September schrieb die Sportzeitung "L'Equipe" von einem "gescheiterten Start" des Schlussmanns, der "das Symbol der Schwierigkeiten" bei der AS sei. Zuletzt stabilisierte sich Nübel allerdings, hielt sein Team am vergangenen Wochenende beim 0:2 in Lyon mit einigen Paraden noch lange im Spiel.

Ismail Jakobs: Noch nicht angekommen

Der U-21-Europameister ist noch nicht wirklich angekommen in Monaco. Bei seinem Startelf-Debüt verschuldete Jakobs beim 0:1 in Lorient direkt den entscheidenden Elfmeter, wurde später Gelb-Rot-gefährdet ausgewechselt. Danach war der Ex-Kölner erst einmal außen vor, schaffte es zweimal nicht einmal in den Kader. Erst Anfang Oktober kehrte er beim 3:0 gegen Bordeaux zurück in die Startformation - allerdings auf der Position des Linksverteidigers. Für seine Leistung in ungewohnter Rolle wurde er von französischen Medien trotz des AS-Sieges kritisiert.

mib