Bundesliga

Vom Streichkandidaten zum Torschützen: Awoniyi endlich effektiv

Nigerianer trifft zum Re-Start erstmals für Mainz

Vom Streichkandidaten zum Torschützen: Awoniyi endlich effektiv

Erstes Bundesliga-Tor: Taiwo Awoniyi (Mitte) überwindet Kölns Keeper Timo Horn.

Erstes Bundesliga-Tor: Taiwo Awoniyi (Mitte) überwindet Kölns Keeper Timo Horn. imago images

"Er hat schon immer eine wahnsinnige Einstellung zum Profisport und alle Entscheidungen absolut respektvoll angenommen", stellt der Trainer dem 22-Jährigen große Mentalität aus. Dabei begann die Geschichte zwischen dem Angreifer und dem Coach fast klassisch auf dem falschen Fuß. Unter der Sonne Spaniens im Wintertrainingslager kritisierte Beierlorzer eine zu verspielte Aktion Awoniyis, bis dahin ohnehin hinter den Erwartungen in Rheinhessen zurückgeblieben, harsch.

Nicht nur aufgrund dieser Geschichte riet man ihm beim FSV, sich eine Alternative zu suchen und die auf zwölf Monate angedachte Leihe vorzeitig zu beenden. "Wenn wir Verantwortung für unsere Spieler übernehmen, müssen wir auch sagen: 'Du musst zu einem Verein, wo du spielst'", schildert Beierlorzer im Nachgang diese für Awoniyi sicher lehrreiche, aber wenig erfreuliche Phase. Schließlich standen zum damaligen Zeitpunkt lediglich sechs mehr oder minder kurze Einsätze zu Buche.

Auch ein zweiter Treffer war gut möglich

Selbst als die Haupttransferfenster nach dem 31. Januar schon geschlossen waren, erklärte Rouven Schröder noch: "Es gab und gibt Möglichkeiten, aber bei ihm hat letztlich der FC Liverpool und sein Management die finale Entscheidung." Damals waren noch die B-Märkte offen, etwa Österreich, Tschechien, Russland oder die USA. Und der Sportvorstand war deutlich: "Natürlich gibt er alles, wobei die Konkurrenz im Moment vor ihm ist."

Das blieb noch eine ganze zeitlang so, bis zu einem denkwürdigen Elf-gegen-Elf kurz vor dem Re-Start in Köln. "Im internen Test zeigte er eine sensationelle Leistung", schwärmt Beierlorzer, vor allem sei der Nigerianer endlich einmal effektiv gewesen. "Er hat jetzt kontinuierlich weitergearbeitet", lobt der 52-Jährige, der fast noch einen zweiten Treffer Awoniyis hätte bejubeln können. Doch nach Aarons Flanke rutschte der Stürmer weg. "Die wäre zielgenau auf seinem Kopf gelandet. Da hätte er sich noch mehr belohnen können." Awoniyi wird es nach seinem ersten Treffer für den FSV verschmerzen können...

Benni Hofmann

Der Re-Start in Zahlen: Läuferisch stimmt's