Regionalliga

Rot-Weiss Essen mit Sensation und Revanche gegen Arminia Bielefeld

Aufsteiger Bielefeld scheitert am Regionalligisten

Vom Drei-Klassen Unterschied lange keine Spur - Essens süße Revanche

Nach dem Coup gegen Bielefeld: Ekstase in Essen

Nach dem Coup gegen Bielefeld: Ekstase in Essen. imago images

In Essen wollte man unbedingt einen "Pokalfight" haben. Den hat man bekommen und das Ticket für die zweite Runde des Pokals durch das hart erkämpfte 1:0 noch obendrein. Dabei war es aus Essener Sicht zunächst gar nicht die erwartete Abwehrschlacht: Gerade in Halbzeit eins begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, der Regionalligist kombinierte sich mehrfach vor das Bielefelder Tor. Von dem Drei-Klassen Unterschied war die ersten 45 Minuten wenig zu sehen.

Auf Glücksgöttin Fortuna ist Verlass

Als Schlüssel für den Sieg nannte RWE-Trainer Christian Neidhart den absoluten Willen seiner Elf, "die Jungs haben sich in jeden Zweikampf reingeworfen", sowie die "überzeugende Defensivleistung." Neidhart gab aber auch zu, dass man "einen Bundesligisten nicht über die gesamten 90 Minuten vom eigenen Tor weghalten kann". Als es nach dem Seitenwechsel mehrfach brenzlig wurde, kam den Essenern Glücksgöttin Fortuna zur Hilfe: Zwei Pfosten-Treffer überstanden die Essener unbeschadet, in Hälfte eins fiel eine knifflige Elfmeter-Situation zu ihren Gunsten aus.

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Revanche nach vier Jahren

Dieser Sieg und damit die erste Qualifikation für die zweite Runde des DFB-Pokals seit 2011 wird hinsichtlich der unglücklichen, jüngeren Pokal-Historie Balsam auf den Seelen der RWE-Fans. Und dass der Gegner dabei Bielefeld heißt, versüßt den Sieg für alle Essener-Anhänger ganz besonders: Vor vier Jahren war Rot-Weiss in einem absoluten Krimi erst im Elfmeterschießen gegen die Arminia gescheitert. Jetzt hat man in Essen seine Revanche bekommen.

Gegen wen es in Runde zwei geht, sei Trainer Neidhart "völlig egal" - nur einen Wunsch habe er: "Dass das Spiel vor Zuschauern stattfindet." Ganz ohne Zuschauer fand das Pokal-Spiel gegen Bielefeld jedoch auch nicht statt: 300 Besucher erlebten die Sensation hautnah mit - und sorgten für ordentlich Stimmung.

Erste Halbzeit "unverschämt"

Ganz anders ist die Gemütslage in Bielefeld: In der Pressekonferenz nach dem Spiel beschrieb Arminia Trainer Uwe Neuhaus die Leistung seiner Mannschaft in Abschnitt eins als "unverschämt", er habe für diese Vorstellung "keine Erklärung." Zusätzlich gestand Neuhaus, sichtlich angefressen, dass das Ausscheiden aus dem Pokal auch die Vorfreude auf den Bundesliga-Start am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Frankfurt trübe. Es droht ein verkorkster Saisonstart - sollte die Arminia gegen die Eintracht nicht eine gewaltige Leistungssteigerung hinlegen. Anders als gegen Essen tritt Bielefeld in Frankfurt dann aber als Underdog an.

kon

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