3. Liga

Vom Bolzplatz zum Vorlagenkönig: Rabihics klares Saisonziel

Verls Angreifer glänzt gegen Havelse

Vom Bolzplatz zum Vorlagenkönig: Rabihics klares Saisonziel

Will bester Vorlagengeber werden: Verls Kasim Rabihic.

Will bester Vorlagengeber werden: Verls Kasim Rabihic. imago images/pmk

Kasim Rabihic hat ein klares Ziel: seine 14 Vorlagen aus der Vorsaison zu überbieten. Am Montagabend, beim 5:3 seines SC Verl über Havelse, stockte der Offensivmann sein Konto gleich um vier Assists auf - aktuell steht er damit bereits bei neun. Ein Spiel, das "zu den besten gehört, die ich je hatte", gab der Mann des Abends am Mikrofon von "MagentaSport" schmunzelnd zu.

Die Abwehr des Aufsteigers und des Drittliga-Schlusslichts ließ der 28-Jährige zuvor des Öfteren alt aussehen. Immer wieder zog Rabihic auf, schlug Haken und ließ seine Gegenspieler gar reihenweise ins Leere rutschen. Seine Dribblings nutzte der Angreifer jedoch nicht eigensinnig für einen Torschuss, sondern immer wieder für einen entscheidenden Pass zu einem besser positionierten Mitspieler.

Gegen Havelse freute das besonders Leandro Putaro, Lukas Petkov und Julian Schwermann, die teilweise keinerlei Mühe mehr hatten, den Ball im Tor unterzubringen. "Ich glaube, ich habe vor dem Tor keine schlechte Übersicht", scherzte Rabihic, dessen Spielstil aus seiner Jugend stamme, wo er viel auf dem Bolzplatz gespielt habe.

Capretti: "Habe graue Haare bekommen"

Doch auch sein Trainer Guerino Capretti hat einen nicht allzu kleinen Anteil daran, dass es für Rabihic in Verl so richtig läuft. "Durch ihn habe ich noch ein paar Schritte nach vorne gemacht", weiß Rabihic, der vergangenes Jahr von Türkgücü München zum SC kam.

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Trotz seiner vier Assists war es für ihn und vor allem für seinen Trainer Capretti alles andere als ein entspannter Abend. "Ich habe heute graue Haare bekommen. Wir haben viel zu viele Räume freigegeben und dem Gegner es viel zu einfach gemacht, Tore gegen uns zu schießen", weiß der 39-Jährige, dass gegen Havelse bei weitem nicht alles gut war. Vor allem im zweiten Durchgang ging es hin und her, Verl brachte Havelse durch eigene Fehler immer wieder zurück ins Spiel.

"Mir sind Steine vom Herzen gefallen, aber wir haben uns das Leben schwer gemacht", so Capretti, der mit Verl auch im zehnten Spiel in Folge nicht zu Null spielte. "Wir müssen zusehen, dass wir besser verteidigen, gerade um unseren Sechzehner herum", nennt Capretti die Stellschrauben, die noch gedreht werden müssen. Schließlich kann man sich in Verl nicht immer darauf verlassen, dass Rabihic vier Tore vorlegt - auch wenn zu seinem Saisonziel nur noch fünf Assists fehlen und seine Motivation diesbezüglich groß sein dürfte.

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