3. Liga

Vollmann: "Geerdet und nah an der Realität"

Braunschweig vor dem Saisonauftakt in Magdeburg

Vollmann: "Geerdet und nah an der Realität"

Peter Vollmann

imago images

"Unter den ersten drei erwarte ich am Ende der kommenden Saison den KFC Uerdingen, den FC Ingolstadt und Eintracht Braunschweig", prognostizierte Stefan Krämer, Trainer des 1. FC Magdeburg, die Favoriten für die neue Spielzeit in der 3. Liga. Vollmann sieht indes "mit Ingolstadt, Magdeburg, Halle, Rostock oder auch Uerdingen Mannschaften, die sehr hohe Qualität haben" und vermutet, dass auch "wieder eine Überraschungsmannschaft nach oben kommen wird".

"Niemand möchte zurzeit klar formulieren, wo er am Ende stehen möchte"

Der Rekordtrainer der 3. Liga, der für Aalen, Wiesbaden und Rostock insgesamt 237-mal auf der Trainerbank saß, schätzt die von der "Sportschau" betitelte "beste 3. Liga aller Zeiten" als sehr eng und interessant ein: "Das wird ja jedes Jahr in den Raum geworfen. Aber ich denke, dass sich die Liga von Jahr zu Jahr verbessert hat, mehr Qualität gebracht hat. Und ein ganz wichtiger Aspekt: Die Liga wird immer enger, dadurch erhöht sich der Druck extrem auf die Vereine. Weil die Mannschaften sportlich so dicht beieinander sind, dass zurzeit niemand klar formuliert, wo er am Ende stehen möchte." Aufgrund der Leistungsdichte erwartet der 61-Jährige demnach, "dass jedes Spiel in dieser Liga ein Tanz auf der Rasierklinge wird". Um exemplarisch zu untermauern, wie schwer ihm die Prognose auf die kommende Saison fällt, betrachtet er den Tabellenkeller: "Ich könnte zum Beispiel keine Mannschaft nennen, von der ich sagen würde, die schaffen den Klassenerhalt nicht. Daran sieht man, wie eng alle zusammenliegen."

Nach der vergangenen Saison, in der die Eintracht nur durch das Torverhältnis (-6) das Duell mit Energie Cottbus (-7) um Platz 16 und somit um den Klassenerhalt für sich entscheiden konnte, möchte der Sportdirektor zwar kein konkretes Saisonziel nennen, für ihn sei aber grundsätzlich "immer wichtig, dass man geerdet und nah an der Realität bleibt".

Doch allein aufgrund der Bedingungen in Braunschweig, wo "wir sehr professionell auf gehobenem Drittliga-Niveau arbeiten", sollte der Verein "in nicht allzu ferner Zukunft in der Lage sein können, wieder nach oben zu kommen". Dennoch räumt er ein, dass letztendlich - trotz der strukturellen und finanziellen Vorteile gegenüber vielen anderen Drittligisten - nur die Ergebnisse zählen: "Ein schönes Stadion, eine schöne Geschäftsstelle oder ein schöner Mannschaftsbus zählt alles nichts, wenn wir auf dem Platz keine Punkte holen."

kon