Bundesliga

Kevin Vogt: "Ärgerlich, dass wir so eine erste Halbzeit hinlegen"

Warum der Ex-Kapitän in Bremen trotzdem die Binde trug

Vogt: "Ärgerlich, dass wir so eine erste Halbzeit hinlegen"

Er war bei seiner Rückkehr nach Bremen nicht zufrieden: TSG-Kapitän Kevin Vogt.

Er war bei seiner Rückkehr nach Bremen nicht zufrieden: TSG-Kapitän Kevin Vogt. imago images

Das muss schon ein ganz besonderes Gefühl gewesen sein für Kevin Vogt. Schließlich hatte er den nach eigener Aussage "prägenden" Abstiegskampf mit Werder Bremen nur deshalb erlebt, weil er sich in Hoffenheim mit dem damaligen Coach Alfred Schreuder überworfen hatte und als Kapitän zurückgetreten war. Nun bei seiner Rückkehr nach Bremen führte der 29-Jährige die Hoffenheimer wieder als Mannschaftsführer aufs Feld. Allerdings nur, weil der aktuelle Amtsinhaber Benjamin Hübner (Trainingsrückstand) und dessen Stellvertreter Oliver Baumann (Magenprobleme) fehlten. Also übernahm Vogt, der von den Kollegen gleich wieder in den Mannschaftsrat gewählt worden war, diesmal die Binde.

Torschütze Geiger: "Wir haben Härte gezeigt"

Am Ende fehlten der TSG obendrein zwei weitere mögliche Punkte. "Wir ärgern uns schon. Wir waren nicht nur feldüberlegen, sondern hatten auch die klareren Chancen", resümierte Vogt, "es ist ärgerlich, dass wir so eine erste Halbzeit hinlegen. Wir waren nicht diszipliniert genug in unseren Positionen. Da haben wir es den Bremern sehr einfach gemacht zu verteidigen. Das müssen wir definitiv besser machen, um solche Spiele zu gewinnen."

Dabei schien ausgerechnet Dennis Geiger die Wende einzuleiten mit seinem ersten Treffer nach fast drei Jahren. "Das ist ja auch nicht so meine Aufgabe, das erledigen eigentlich unsere Stürmer", erklärte der 22-Jährige, der zwischenzeitlich auch lange Zeit verletzt ausgefallen war. "Mich hat es natürlich gefreut, endlich mal wieder zu treffen, es wurde mal wieder Zeit für ein Tor von mir. Es war bei der Entstehung etwas Glück dabei, aber dann war es ein guter Pass von Sebastian Rudy und ein perfekter Abschluss."

Insgesamt aber überwog auch bei dem U-21-Nationalspieler der Frust. "Wir sind enttäuscht über unsere erste Halbzeit, weil wir ganz schlecht ins Spiel gekommen sind", so Geiger, "wir haben aber in der zweiten Halbzeit eine super Mentalität gezeigt. Wir hatten ja am Donnerstag erst gespielt. Da haben wir Härte gezeigt und sind so aufgetreten, wie wir das von Beginn an tun wollten. Aber es war mehr drin."

Bereits am Donnerstag (18.55 Uhr, LIVE! bei kicker) steht für Geiger in der Europa League in Gent die nächste Herausforderung an - inklusive dem direkten Duell mit U-21-Teamkollege Niklas Dorsch.

Michael Pfeifer

Bilder zur Partie Werder Bremen - TSG Hoffenheim