Regionalliga

Viktoria Aschaffenburg: Von der Fahrstuhlmannschaft zum Spitzenreiter

Kapitän Schmidt seit 2009 dabei

Viktoria Aschaffenburg: Von der Fahrstuhlmannschaft zum Spitzenreiter

Kapitän Simon Schmidt erlebte all die Höhen und Tiefen in den letzten Jahren mit der Viktoria.

Kapitän Simon Schmidt erlebte all die Höhen und Tiefen in den letzten Jahren mit der Viktoria. imago images

Kapitän Simon Schmidt ist seit 2009 dabei. Dabei erlebte er auch die stürmischen 2010er, in denen die Viktoria zwischen Bayern- und Regionalliga pendelte. "Wir sind nicht damit klar gekommen, dass wir einerseits Amateure sind, aber andererseits gegen Jung-Profis spielen", erinnert sich Schmidt im Interview mit fupa.net.

Es hat sich alles einfach so gefunden, ohne es richtig erklären zu können.

Simon Schmidt

Nach drei Siegen in Folge ist Aschaffenburg jetzt Spitzenreiter der Regionalliga Bayern. Laut Schmidt ist das kein Zufall: Wichtiger Baustein des Erfolgs sei die Defensive, in der auch der 36-Jährige zu Hause ist. Mit 26 Gegentore stellt die Viktoria-Abwehr die beste der Liga. "Taktisch sind wir sehr gut eingestellt", fügt Schmidt hinzu: "Die Philosophie des Trainers ist klar erkennbar. Es hat sich alles einfach so gefunden, ohne es so richtig erklären zu können."

Zurück ins Profigeschäft?

Bereit für einen erneuten Anlauf im Profitum ist Aschaffenburg laut Schmidt jedoch noch nicht: "Ich denke schon, dass noch einige Schritte zu gehen sind bis man sich Gedanken machen kann, wieder auf Profitum umzustellen. Wir haben ja nicht mal ein Flutlicht im Stadion."

Der Verein möchte allerdings laut eigener Aussage die Lizenzunterlagen für die 3. Liga fristgerecht einreichen, um an der Aufstiegs-Play-Off-Runde der besten Vier teilzunehmen. Die Chancen dafür stehen sehr gut: Zum Fünften hat Viktoria acht Punkte Abstand - bei drei verbleibendenden Spielen. Trotzdem möchte Schmidt die Spielzeit noch abwarten bevor er zu sehr in die Zukunft blickt. "Ich möchte lieber Taten statt Worte sprechen lassen", so der Verteidiger.

Gedränge an Tabellenspitze

Denn die Tabellenführung kann nach dem nächsten Spieltag schon wieder verloren sein. Zudem hat auch der kommende Gegner SV Schalding-Heining einen Lauf: Der Tabellenzehnte gewann ebenfalls die letzten drei Spiele. Das letzte Spiel gegen Schweinfurt wurde kurzfristig abgesagt, weil der SV-Mannschaftsbus einen Verkehrsunfall hatte. Mehrere Spieler wurden dabei leicht verletzt. Das Spiel gegen Aschaffenburg findet allerdings wieder wie geplant statt. Die Viktoria braucht einen Sieg um die Tabellenspitze zu verteidigen: Die Verfolger Nürnberg II und SpVgg Bayreuth spielen zeitgleich und haben jeweils nur einen Punkt weniger auf dem Konto.

kon