DFB-Pokal
DFB-Pokal Spielbericht
20:38 - 9. Spielminute

Tor 0:1
Seferovic
Linksschuss
Frankfurt

21:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Meier
für Valdez
Frankfurt

22:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Vikt. Berlin)
Jelitto
für T. Kruschke
Vikt. Berlin

22:05 - 78. Spielminute

Gelbe Karte (Vikt. Berlin)
Schröder
Vikt. Berlin

22:08 - 82. Spielminute

Gelbe Karte (Vikt. Berlin)
Ahmetcik
Vikt. Berlin

22:09 - 83. Spielminute

Gelbe Karte (Vikt. Berlin)
Ergirdi
Vikt. Berlin

22:13 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Vikt. Berlin)
Fritsche
für Schröder
Vikt. Berlin

22:20 - 90. + 3 Spielminute

Tor 0:2
Meier
Rechtsschuss
Vorbereitung Anderson
Frankfurt

22:19 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Frankfurt)
Flum
für Inui
Frankfurt

VBE

SGE

DFB-Pokal

Joker Meier bringt Chancen und das 2:0 ins Spiel

Berlin hält tapfer mit

Joker Meier bringt Chancen und das 2:0 ins Spiel

Erster Torschütze für die Eintracht in der Saison 2014/15: Stürmer Haris Seferovic.

Erster Torschütze für die Eintracht in der Saison 2014/15: Stürmer Haris Seferovic. imago

Viktoria-Coach Thomas Herbst stellte im Vergleich zum jüngsten 0:1 gegen Budissa Bautzen in der Regionalliga Nordost auf zwei Positionen um: Doymus und Kruschke begannen für Austermann und Ideengeber Antunovic. Klar, dass die gesamte Ausrichtung der Hauptstädter vornehmlich gen stabiler und dichter Defensive ging.

Frankfurts neuer Trainer Thomas Schaaf startete fast wie beim 3:1-Erfolg bei der Generalprobe gegen Inter Mailand, das rund 50.000 Zuschauer in der Commerzbank Arena verfolgt hatten. Während die Viererkette mit Neuzugang Ignovski (Bremen), Anderson, Russ und Djakpa gebildet wurde, agierten im defensiven Mittelfeld der transferierte Hasebe (Nürnberg) und Lanig. Im Angriff wirbelten Chelsea-Leihgabe Piazon, Inui und die verpflichteten Valdez (Ex-Bremen, Ex-Piräus) und Seferovic (Real Sociedad San Sebastian). Während auf der Bank unter anderem Meier, Flum und Chandler (kam aus Nürnberg) ihren Platz einnahmen, fehlten Zambrano (familiäre Gründe), Aigner (Trainingsrückstand) und Kittel (Reha nach Knie-OP) gänzlich.

Eiskalte Bestrafung

Das Hauptaugenmerk lag bei den Hessen natürlich auf Schaaf, der mit diesem Pflichtspiel nach 14 Jahren Werder offiziell ein neues Kapitel als Trainer begann. Mit dem DFB-Pokal kennt sich der 53-Jährige jedenfalls aus: In den 14 Jahren als Bremens Übungsleiter erreichte Schaaf gleich fünfmal das Finale, dreimal wurde er am Ende DFB-Pokalsieger. Doch um auch mit den Frankfurtern vom Endspiel in Berlin träumen zu können, musste zunächst die erste Hürde eben in Berlin bei der Viktoria genommen werden.

Der Bundesligist machte dabei direkt klar, wer der Herr im Haus war. Es wurde vom Anpfiff weg stets Druck auf den Ballführer gemacht, bei Ballbesitz ging es schnellstmöglich nach vorne. Und nach neun Minuten klingelte es bereits: Seferovic erspähte nach einem Fehlpass die Chance, rannte in Richtung Ball. Abwehrspieler Doymus hätte leicht klären können, verzettelte sich aber komplett, hoffte dann vergebens auf seinen Schlussmann. Der Eintracht-Angreifer lief letztlich einfach am Gegenspieler vorbei, krallte sich das Leder, legte sich dieses an Torwart Rickert vorbei und vollendete trocken - 1:0 für die SGE (9.).

Dominanz ja, weitere Tore nein

Bis zur Halbzeit aber verpassten es die Hessen, in Sachen Torausbeute nachzulegen. Das lag vor allem an zwei Punkten: Zum einen standen die Berliner mit zahlreichen Akteuren in Strafraumnähe, schlossen so klug sämtliche Lücken, zum anderen fehlte der SGE der Druck und Wille, diese Mauer unbedingt knacken zu wollen. Haufenweise Halbchancen oder im Ansatz gut herausgespielte Szenen waren die Folge. Erst in der 45. Minute tankte sich mal Piazon in den Strafraum, scheiterte aber am ruhig bleibenden Schlussmann Rickert. Die Viktoria hingegen kam kaum vor das Tor von Kapitän Trapp. Ein Fernschuss von Özcin war da schon alles, was gefährlich aufs Gehäuse des Eintracht-Schlussmanns kam (21.).

DFB-Pokal

Berliner Druck

Der zweite Durchlauf begann wie der erste endete: Frankfurt dominierte das Geschehen, ohne dabei in Strafraumnähe großartige Lücken zu reißen. Einmal arbeiteten sich immerhin Hasebe und Valdez ordentlich nach vorne (48.). Berlin hingegen agierte mit einem Tick zu viel Respekt, lieferte deswegen zu viele ängstliche Aktionen im Angriffsspiel ab (Lensinger, 50.). Nach einer kleinen Pause aber agierte der Außenseiter plötzlich mutig: Kruschke zog bei einem Angriff der Viktoria ohne Ball am Fuß ins Zentrum, öffnete so den Raum für den durchstartenden Ahmetcik. Dieser wurde schließlich auf links auch angespielt, setzte einen scharfen Pass ins Zentrum an, den Schlussmann Trapp gerade noch vor Huke abfing (55.). Zwei Minuten später der nächste Abschluss: Özcin war die letzte Station in einer gut vorgetragenen Angriffspassage. Sein knalliger Abschluss konnte von Trapp aber pariert und kurz darauf gesichert werden.

Meier kommt ...

Alexander Meier

Machte alles klar: Alexander Meier. imago

Die kurze Druckphase der Berliner hatten die Frankfurter im Anschluss wieder beendet, brauchten allerdings lange, um selbst wieder vorne aktiv zu werden. Trainer Schaaf sah sich deswegen gezwungen, den noch nicht komplett fitten Meier für Valdez zu bringen (70.). Das zahlte sich beinahe direkt aus: Seferovic wurde mit einem Diagonalball auf rechts geschickt, schlug eine präzise Flanke nach innen. Dort schraubte sich Meier stark nach oben, köpfte gegen die Laufrichtung von Rickert, doch der Torwart reagierte glänzend (71.). Drei weitere Chancen des Publikumslieblings sorgten für weitere Unruhe - zweimal war dabei Torwart Rickert auf dem Posten (74. und 77.), einmal kullerte der Ball knapp vorbei (80.).

... und trifft

Dann liefen die letzten Minuten - und Viktoria bekam eine Ecke zugesprochen, bei der Torwart Rickert mit nach vorne ging. Am Ende kam dieser gar bei der Flanke heran, köpfte jedoch knapp daneben (90.). Nach einem Konter machten die Frankfurter schließlich alles klar: Meier legte sich das Leder nach einem Befreiungsschlag von Anderson an Gegenspieler Ahmetcik vorbei und tunnelte Torhüter Rickert (90.+3). Das war's: Die Eintracht zog verdient eine Runde im DFB-Pokal weiter.

Tore und Karten

0:1 Seferovic (9', Linksschuss)

0:2 Meier (90' +3, Rechtsschuss, Anderson)

FC Viktoria 1889 Berlin
Vikt. Berlin

Rickert - Ahmetcik , Doymus, Morack, Lensinger - Schröder , Ergirdi , Özcin, Watzka, T. Kruschke - Huke

Eintracht Frankfurt
Frankfurt

Trapp - Ignjovski, Anderson, Russ, Djakpa - Hasebe, Lanig, Valdez , Inui , Lucas Piazon - Seferovic

Schiedsrichter-Team
Thorsten Schriever

Thorsten Schriever Wurster Nordseeküste

Spielinfo

Stadion

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Zuschauer

10.514

Berlin trifft am Freitag (19 Uhr) am 4. Spieltag der Regionalliga Nordost auf den BFC Dynamo, Frankfurt empfängt zum Bundesliga-Auftakt am Samstag (15.30 Uhr) den SC Freiburg.

Bilder zur Partie FC Viktoria 1889 Berlin - Eintracht Frankfurt