Bundesliga

Vier Spiele Sperre für Boateng

Dortmund: Zukunft der Leihgabe ungewiss

Vier Spiele Sperre für Boateng

Kevin-Prince Boateng (li.) foult brutal Wolfsburgs Makuto Hasebe

Für dieses Foul an Makuto Hasebe sah Dortmunds Kevin-Prince Boateng (li.) in Wolfsburg die Rote Karte. imago

"Das war eine unnötige Rote Karte. Sein Zweikampfverhalten ist stark verbesserungswürdig. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er gedacht hat, da kommt der Hasebe, dem trete ich jetzt ins Gesicht", kritiserte und verteidigte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp Boateng nach der 0:3-Niederlage in Wolfsburg.

Boateng wäre bei einem Verbleib in Dortmund auch die ersten beiden Spiele der nächsten Saison gesperrt. Fraglich ist allerdings, ob der BVB die Kaufoption für den 22-Jährigen zieht. Der Ex-Berliner würde rund fünf Millionen Euro kosten und wäre für die Westfalen wohl nur bei einem Erreichen der Europa League, dem Nachfolger des UEFA-Cups, finanzierbar.

Boateng war in der Winterpause den Tottenham Hotspurs, wo er seit seinem Wechsel im Sommer 2007 fast ausschließlich auf der Bank saß, zum Klopp-Team gewechselt und hatte das Engagement bei der Borussia gegenüber dem kicker als seine "letzte Chance" bezeichnet.

In der Rückrunde sorgte Boateng (kicker-Durchschnittsnote 3,80) auch durch eine angebliche nächtliche Zechtour mit Herthas Patrick Ebert durch Berlin für Schlagzeilen.

Zusätzlich warf den ehemaligen U21-Nationalspieler eine mehrwöchige Pause wegen einer Knieverletzung zurück. Wegen der Blessur konnte Boateng sich nicht für einen neuen Vertrag bei den Dortmundern empfehlen, die Sperre verhindert dies nun ebenso.