Bundesliga

Neuer Umsatzrekord? Die Bundesliga auf Rekordkurs

Liga dürfte zum zweiten Mal diese Marke knacken

Vier-Milliarden-Marke im Visier: Die Bundesliga auf Rekordkurs

Die Bundesliga könnte in der abgelaufenen Saison 2022/23 einen Umsatzrekord aufgestellt haben.

Die Bundesliga könnte in der abgelaufenen Saison 2022/23 einen Umsatzrekord aufgestellt haben. IMAGO/Eibner

Was der deutschen Beletage bis dato erst ein einziges Mal gelang und zwar in der Saison 2018/19, als die Bundesliga in ihrem Wirtschaftsreport 4,02 Milliarden Euro auswies. Es folgten von der Corona-Pandemie geprägte Spielzeiten und damit ein Rückgang auf 3,8 (2019/20) und 3,47 Milliarden Euro (2020/21). An die leichte Erholung in 2021/22, als 3,61 Milliarden Euro zu Buche standen, dürfte sich nun ein sattes Wachstum anschließen.

Wird die 4-Milliarden-Euro-Marke wieder geknackt?

Gemessen an den Publikationen von 15 der 18 Vereine rund um die Jahreshaupt- und Mitgliederversammlungen in den vergangenen Monaten sowie basierend auf Schätzungen in Bezug auf RB Leipzig, Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg könnte die Liga sogar 4,3 Milliarden Euro ausweisen. Die genannten Schätzungen sind nötig, weil RB seine Zahlen vor Veröffentlichung im Bundesanzeiger der breiteren Öffentlichkeit nicht zugänglich macht und die Zahlen der beiden Werksklubs in den jeweiligen Konzernbilanzen der Bayer und der Volkswagen AG aufgehen.

Nach kicker-Recherchen kommt RB im Gesamtjahr 2023 auf einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Bislang bilanzierten die Sachsen allerdings saisonal, 2021/22 stand ein Umsatz von 349 Millionen Euro. Insofern könnte die "goldene Mitte" von etwa 400 Mio. Euro für die Spielzeit 2022/23 der Realität nahekommen - das hängt am Ende aber auch davon ab, in welche Saison die Millionenverkäufe von Josko Gvardiol (Manchester City), Dominik Szoboszlai (FC Liverpool) und Christopher Nkunku (FC Chelsea) gebucht werden. Bei Bayer gehen Schätzungen von einem ähnlichen Umsatz wie 2021/22 (271,3 Mio. Euro) aus, beim VfL von einem leichten Rückgang auf rund 230 Mio. Euro nach 251,3 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Bayern und BVB treiben den Wachstum an

Treiber des Wachstums sind vor allem die Branchengrößen FC Bayern (854,2 Mio.) und Borussia Dortmund (515,4 Mio.; alle Zahlen inklusive Transfers), die jeweils Rekorde schrieben, aber auch die Tatsache, dass mit den damaligen Bundesliga-Rückkehrern Schalke 04 und Werder Bremen zwei umsatzstarke Klubs aufstiegen und mit Greuther Fürth und Arminia Bielefeld zwei vergleichsweise umsatzschwache Vereine den Gang ins Unterhaus antreten mussten. Die Zahlen, die die Klubs im Zuge des Lizenzierungsverfahrens bei der DFL einreichen und die am Ende im Wirtschaftsreport ausgewiesen werden, weichen aufgrund der Methodik zwar leicht von den bei den MV publizierten Summen ab, insofern lässt sich keine ganz konkrete Prognose treffen.

Lesen Sie weitere Hintergründe, etwa die konkreten Zahlen der einzelnen Klubs oder die Perspektive für die laufende Saison 2023/24, in der aktuellen Montagsausgabe des kicker oder bereits am Sonntagabend im e-Magazine.

Benni Hofmann

Nur noch fünf vor Leverkusen: Wer wie oft Bundesliga-Tabellenführer war