Bundesliga

"Viel zu selten in der Box": Burkardt und Onisiwo abgemeldet

So wenige Mainzer Torchancen wie lange nicht mehr

"Viel zu selten in der Box" - Burkardt und Onisiwo abgemeldet

Kein Durchkommen für Jonathan Burkardt (re.).

Kein Durchkommen für Jonathan Burkardt (re.). picture alliance / Promediafoto

Der gröbste Schnitzer beim 1:2 in Stuttgart wurde in der Defensive gemacht, als das Mainzer Kollektiv kurz nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte einen Einwurf schlecht verteidigte und der VfB die kurze Unaufmerksamkeit zum Siegtreffer nutzte. Danach waren noch rund 40 Minuten Zeit, um das Ergebnis zu korrigieren. Was auch deshalb nicht gelang, weil weder Jonny Burkardt und Karim Onisiwo noch ab der 75. Minute die eingewechselten Marcus Ingvartsen und Adam Szalai Durchschlagskraft bewiesen.

Zentner unzufrieden

"Es war ein statisches Spiel, in dem keine Mannschaft so richtig wusste, wie sie durchkommt. Wir hatten viel zu wenige Großchancen", resümierte Robin Zentner. "Es war auf jeden Fall eine unnötige Niederlage. Wir waren über weite Teile ganz gut im Spiel, haben den Gegner beherrscht und wenig zugelassen", so der Keeper. Dass der einzige FSV-Treffer an diesem Tag nach einem Eckball fiel, passte ins Gesamtbild.

Drei echte Torchancen notierte der kicker auf jeder Seite, derart wenige gute Einschussmöglichkeiten hatten die 05er lange nicht mehr. In den vier Bundesligaspielen seit der letzten Niederlage Mitte Oktober in Dortmund erarbeitete sich die 05-Offensive insgesamt 30 Torchancen. Die Bestwerte beim 4:1 gegen den FC Augsburg und beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach lagen bei 11 beziehungsweise 10 Chancen in 90 Minuten.

Schwäche im letzten Drittel

Der VfB hatte Erfolg mit seiner Strategie, das 2:1 mit Mann und Maus zu verteidigen. "In der zweiten Halbzeit hatten wir eine klare Dominanz, kamen aber nur bis zum Sechzehner und viel zu selten in die Box. Die Distanzschüsse waren zu unkontrolliert. Die guten Flanken fehlten", beklagte Mainz-Sportdirektor Martin Schmidt. Die 05-Angreifer wurden zu selten in Szene gesetzt. Michael Ebert

Michael Ebert