2. Bundesliga

Viel Durchschnitt - wo Fortuna trotzdem zu den Top-Teams gehört

Kein überragender Torjäger, wenig Qualität, kaum Ballbesitz

Viel Durchschnitt - wo Fortuna trotzdem zu den Top-Teams gehört

Hat bald Klarheit über seine Zukunft: Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler.

Hat bald Klarheit über seine Zukunft: Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler. picture-alliance

Das Unentschieden zuletzt daheim gegen Eintracht Braunschweig war wohl der eine Stolperer zu viel für die Mannschaft, die vor einem Jahr noch in der Bundesliga spielte. Aus einer sofortigen Rückkehr wird wohl nichts, zu viele Punkte ließ das Team liegen, in entscheidenden Momenten fehlt offensichtlich auch die Qualität.

Kein einziger Sieg gelang gegen die Top-Teams der Liga, auch das zeigt wohl, dass Fortuna zurecht nichts mit den Aufstiegsrennen zu tun hat. Zwischendurch sorgte zum Jahreswechsel eine Siegesserie zwar für Hoffnung, doch der Saisonstart war schon verkorkst, und auch nachher fehlte der Mannschaft sichtlich die Konstanz.

Die Entscheidung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Klaus Allofs zur Weiterbeschäftigung von Uwe Rösler

Eines der Probleme war die fehlende Kreativität und Struktur im Zentrum. In punkto Ballbesitz gehören die Fortunen mit 46 Prozent zu den schwächsten Mannschaften der Liga, nur zwei Teams schnitten noch schlechter ab. Keiner der hochgelobten Angreifer traf zweistellig, mit bisher neun Treffern schnitt Rouwen Hennings noch am besten ab. Allerdings litten die Stürmer natürlich auch darunter, dass es an zielführender Vorarbeit von den Flügeln oder aus dem Mittelfeld fehlte.

Zumindest das Spiel gegen Aue will Fortunas Führung noch abwarten; danach wird dann verkündet, ob es mit Rösler weitergeht in Düsseldorf - oder ohne ihn. "Die Entscheidung", sagte Klaus Allofs im kicker-Interview, "wird nicht mehr lange auf sich warten lassen."

In der Heimbilanz ganz vorne mit dabei

Nach dem Sonntag-Spiel gegen den Kontrahenten aus dem Erzgebirge dürfte auch rechnerisch feststehen, dass Fortuna nicht für Relegationsplatz 3 infrage kommt. In einem Bereich allerdings gehören die Rot-Weißen tatsächlich zu den Spitzenmannschaften: Die Heimbilanz der Fortuna kann sich sehen lassen.

Läuft alles ideal, dann steht Fortuna am Ende als beste Heimmannschaft der 2. Liga da. Mit einem Sieg gegen Aue hätten die Fortunen, die daheim auch den Spitzenmannschaften aus Fürth (3:3) und Hamburg (0:0) zusetzten, insgesamt 37 Punkte in 17 Partien gesammelt. Der VfL Bochum als bisheriger Anführer der Rangliste kommt in 16 Partien auf 35 Punkte, trifft am letzten Spieltag noch daheim auf den SV Sandhausen.

Zumindest in ganz vorderen Regionen werden die Düsseldorfer also in diesem Bereich abschneiden. Aber das ist für das Team, in die Saison gestartet mit dem Ziel, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen, nicht einmal ein Trostpreis.

Oliver Bitter