Südwest

VfR Aalen: Pflanz-Debüt mit mehr Licht als Schatten

Nach dem 0:0 gegen Mainz

VfR Aalen: Pflanz-Debüt mit mehr Licht als Schatten

Markus Pflanz, neuer Chefcoach VfR Aalen.

Markus Pflanz, neuer Chefcoach VfR Aalen. IMAGO/Eibner

Regionalliga Südwest

Die intensive Vorbereitung unter dem neuen VfR-Trainer Markus Pflanz trägt nach der Winterpause erste Früchte: Mit dem 0:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 II, bei dem für dominante Aalener durchaus ein Sieg drin war, erkämpfte sich der VfR Aalen nicht nur einen Punkt, sondern blieb erstmals seit dem 11. Spieltag ohne Gegentor. Gleichzeitig wurde eine Serie von vier Liga-Niederlagen hintereinander gestoppt.

"Die Art und Weise, wie wir gespielt und Mainz zu Fehlern gezwungen haben, war sehr positiv", sagt Pflanz, der - trotz des verpassten Sieges - ein durchaus gelungenes Pflichtspiel-Debüt als neuer VfR-Trainer feierte. "Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Wir haben hoch gepresst, den Gegner gut zugestellt und hatten viele gute Möglichkeiten", fasst Pflanz die Partie vor heimischer Kulisse in der Centus-Arena zusammen. "Das Einzige, was wir besser machen müssen: Wir müssen den Ball über die Linie schießen." Zweimal klärten die Mainzer in aller höchster Not vor der eigenen Torlinie. Benjamin Hoffmann, Trainer der Mainzer Zweitvertretung, sprach nach Abpfiff von "einem glücklichen Punkt".

Für frischen Wind im Angriff und Stabilität in der Defensive sorgte auch die Systemumstellung, die Markus Pflanz in der Vorbereitung vornahm. Setzte Ex-Trainer Tobias Cramer noch bevorzugt auf ein 4-2-3-1-System, favorisiert der neue Coach der Aalener ein 4-2-2-2. Wobei der VfR-Coach stets hervorhebt, dass nicht er, sondern die Mannschaft das System vorgebe. "Man muss versuchen, die stärksten Spieler auf den einzelnen Positionen auf den Platz zu bringen. Da passt das 4-2-2-2 gerade am besten zu uns. Die Jungs haben kapiert, warum wir das System spielen.", sagt Pflanz. Auch die beiden Neuzugänge im Angriff, Marco Rienhardt und Ephraim Eshele, bekamen gegen Mainz II ihre Chance und sorgten für Torgefahr. "Es war ein gutes Gefühl, für den VfR Aalen auf dem Platz zu stehen", sagt Eshele, der nach seiner Einwechslung fast das 1:0 erzielt hätte. "Wir haben es gut gemacht. Es fehlen nur noch die Tore, aber das bekommen wir schon hin."

Lautstarke Fans

Ein gutes Gefühl vermittelten dem neuen VfR-Trainer bei seiner Premiere auch die lautstarken Fans. So war Markus Pflanz nach dem Schlusspfiff voll des Lobes für die VfR-Anhänger. "Die Atmosphäre war sehr gut. Was unsere Fans abgerissen haben, war schon imponierend. Da muss man den Hut ziehen. Wenn die Mannschaft so unterstützt wird, dann hebt das auch das Energielevel."

Auch wenn der VfR Aalen durch das torlose Remis in der Tabelle nicht nach oben klettern konnte, macht der Auftritt Mut für die kommenden Aufgaben. Die nächsten Gegner sind der TSV Steinbach Haiger (9. März) und die Stuttgarter Kickers (15. März). VfR-Kapitän Ali Odabas zeigt sich optimistisch: "Gegen den Ball standen wir sehr gut, vorne werden wir unsere Tore machen. Wir wollen unser Spiel durchziehen, dann ist es egal, welcher Gegner als nächstes kommt."

Alessandro Gleich

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