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VfB Eichstätt: Eberles Ausfall zur falschen Zeit

Schwierige Phase für die Oberbayern

VfB Eichstätt: Eberles Ausfall zur falschen Zeit

Fabian Eberle musste gegen Haching verletzt das Spielfeld verlassen.

Fabian Eberle musste gegen Haching verletzt das Spielfeld verlassen. IMAGO/Johannes Traub

Dunkle Wolken und Nieselregen verhießen schon zu Spielbeginn nichts Gutes. Auf dem Papier kam die 0:3-Heimniederlage des VfB Eichstätt gegen die SpVgg Unterhaching nicht überraschend. Dennoch bedarf der Vortrag einer sorgfältigen Einordnung - und es stellt sich die Frage: Sind zu viele Nachlässigkeiten das Problem der Eichstätter?

Im Endeffekt waren es drei Wirkungstreffer, die den Knock-out bedeuteten: die Verletzung von Torjäger Fabian Eberle, eine diskutable Abseitsentscheidung und der darauffolgende umstrittene Elfmeterpfiff in der 51. Minute. Aber auch die Kaderbreite bleibt ein heikles Thema. Das VfB-Aufgebot wirkte nach jeder Auswechslung und spätestens nach der Gelb-Roten-Karte von Sebastian Graßl nicht mehr ebenbürtig, und es zeigten sich die Qualitätsunterschiede zwischen den Oberbayern und den ambitionierten Gästen aus Unterhaching, die in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen werden.

Tief im Sumpf

Im Gegenzug befindet sich der VfB Eichstätt in der fünften Regionalligasaison so tief wie noch nie im Abstiegssumpf. Deshalb redet Trainer Markus Mattes (47) nicht um den heißen Brei herum: "Darin befinden wir uns schon seit Wochen und sind uns darüber bewusst." Trotz der ernsten Lage und seines frühen Ausscheidens lässt sich Torgarant Eberle nicht unterkriegen: "Wir haben genügend Qualität in der Mannschaft" - wenn alle Leistungsträger zur Verfügung stehen, wäre wohl der entscheidende Zusatz.

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Für das Derby am Dienstag im Totopokal gegen den Drittligisten FC Ingolstadt sind die Personalsorgen nunmehr größer geworden. Wie schwer die Verletzung von Eberle tatsächlich ist, wird sich erst im Laufe dieser Woche herausstellen, dennoch bleibt der 33-Jährige zuversichtlich: "Es ist eine Verletzung am Oberschenkelmuskel. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm. Einen Einsatz im Pokal kann ich mir nicht vorstellen."

Beim engen Terminplan mit vier Partien in zwölf Tagen und Eberles Ausfall verfinstert sich die Miene des Trainers: "Da kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Spiele er uns fehlen wird, egal, ob es eine Zerrung oder ein Faserriss ist."

Bernd König