Bundesliga

Verteilung der TV-Gelder: Neue Beratungen noch im August

Taskforce "Zukunft Profifußball" legt im September los

Verteilung der TV-Gelder: Neue Beratungen noch im August

Viele Klubs fordern einen neuen Verteilungsschlüssel der TV-Gelder in Deutschland.

Diskussionsthema: Viele Klubs fordern einen neuen Verteilungsschlüssel der TV-Gelder in Deutschland. imago images

Bereits im August soll in drei Regionalkonferenzen mit den 36 Erst- und Zweitligisten über die künftige Verteilung der Medienerlöse beraten werden. Das teilte Christian Seifert als DFL-Geschäftsführer auf der Pressekonferenz am Dienstag mit. Die DFL möchte bis Anfang Dezember einen Beschluss zur Verteilung der Gelder erzielen.

Die DFL hatte bei der Auktion der Medienrechte für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro erlöst. Zuletzt hatten einige Klubs Kritik an der derzeitigen Verteilung der Gelder geübt.

Laut einer vom kicker veröffentlichten Verteilerliste bekommt der deutsche Rekordmeister Bayern München mit 70,64 Millionen Euro auch in der nächsten Spielzeit das meiste Geld aus der nationalen Vermarktung der TV-Rechte. Auf Rang zwei steht Borussia Dortmund (69,73 Millionen Euro) vor Bayer Leverkusen (67,47) und RB Leipzig (65,96). Aufsteiger und Zweitliga-Meister Bielefeld bekommt als Letzter 29,8 Millionen Euro.

Taskforce "Zukunft Profifußball" soll im September starten

Darüber hinaus teilte Seifert mit, dass die angedachte Taskforce "Zukunft Profifußball" noch im September starten soll. Diese solle "einige Entwicklungen zur Vergangenheit reflektieren". Den Arbeitsgruppen sollen Vertreter der Erst- und Zweitligisten, des DFB und externe Personen aus verschiedenen Bereichen angehören. Die Besetzung solle "zeitnah" erfolgen. Anschließend werde sich das DFL-Präsidium mit den Ergebnissen beschäftigen und mögliche Maßnahmen intensiv besprechen.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie war im Fußball eine Grundsatzdebatte entstanden über Dinge, die in der Vergangenheit in die falsche Richtung gelaufen waren. Dabei waren auch die Spieler- und Beratergehälter ein Thema. Passend dazu war zuletzt ein Gutachten erschienen, das die Realisierbarkeit einer Gehaltsobergrenze als möglich erachtet. "Grundsätzlich ist das ein guter und ein wichtiger Hinweis - und ich glaube, auch ein hoffentlich werthaltiger und belastbarer Beitrag in dieser Debatte", sagte Seifert, der sich schon im Frühjahr offen für einen "Salary Cap" gezeigt hatte. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für die Diskussion.

Lesen Sie auch: Das DFL-Maßnahmenpaket für Zuschauerrückkehr: keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol

mag/dpa

TV-Geld-Ranking 2020/21: FC Bayern knapp vor dem BVB