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"Verrückter geht es nicht": Eintracht beendet Bayern-Serie

Frankfurt stoppt die Bayern - auch bei den Frauen

"Verrückter geht es nicht": Eintracht beendet lange Bayern-Serie

Freude pur bei Eintracht Frankfurt über den Last-Minute-Sieg, Entsetzen beim FC Bayern.

Freude pur bei Eintracht Frankfurt über den Last-Minute-Sieg, Entsetzen beim FC Bayern. picture alliance / Augenklick/rscp

Neun Pflichtspiele in Serie hatten die Männer des FC Bayern gewonnen, ehe sie von der Eintracht gestoppt wurden - 1:2. Die erste Saisonpleite des Meisters. Den Frauen des FCB erging es am Sonntag nicht anders. Nach acht Pflichtspielen ohne Niederlage - nur Benfica Lissabon konnte in der Champions League den Bayern ein 0:0 abtrotzen - gingen die Münchnerinnen als Verlierer vom Platz, ebenfalls in Frankfurt.

"Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben ein Spiel verloren, das wir nicht hätten verlieren dürfen", konstatierte FCB-Trainer Jens Scheuer, nachdem die Bayern erstmals seit dem 12. Oktober 2019 (!) - damals ein 0:1 in Hoffenheim - und 21 ungeschlagenen Spielen in der Bundesliga auswärts leer ausgingen. "Ich war mir nach dem 2:1 sicher, dass wir das Spiel gewinnen werden, aber dann machen wir leider kurz vor Schluss zwei individuelle Fehler."

Wenn man so viel investiert, kann man durchaus von einem verdienten Sieg sprechen.

Niko Arnautis

Ein herber Dämpfer, auf den bis zur 89. Minute wenig hingedeutet hatte. Maximiliane Rall hatte für die Bayern spät das Spiel gedreht, ehe Laura Freigang (88.), die erst ihren Vertrag verlängert hatte, und Sjoeke Nüsken (90.) für die Eintracht das letzte Wort hatten. "Unser Team ist eine wunderbare Einheit geworden mit einer großartigen Mentalität und Charakterstärke: Eintracht-DNA pur", schwärmte Sportdirektor Dietrich.

Frankfurt zieht mit Bayern und Leverkusen gleich

"Ein Wahnsinnsspiel", sah nicht nur SGE-Trainer Niko Arnautis, "die letzten fünf Minuten waren Werbung für den Frauenfußball". Und sie haben die Liga spannender gemacht. Denn die Eintracht hat neben Leverkusen nun auch 15 Punkte wie Tabellenführer Bayern auf dem Konto. "Wenn man so viel investiert, kann man durchaus von einem verdienten Sieg sprechen, auch wenn Bayern natürlich mehr vom Spiel hatte und einige Torchancen hat liegen lassen", meinte Arnautis.

Für Matchwinnerin Nüsken fühlte sich der Sieg "unbeschreiblich an, ich bekommen das Lächeln gar nicht mehr von den Lippen. Es waren Emotionen pur auf dem Platz. Als die Bayern das Spiel gedreht haben, dachte ich nur: Das kann doch nicht wahr sein." Das werden die Gedanken der Münchnerinnen ihrerseits nach der Partie gewesen sein. "Verrückter als vier Tore in zehn Minuten geht es, glaube ich, nicht", erklärte Freigang.

nik

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