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Verletzung vorgetäuscht? Novak Djokovic reagiert auf Vorwürfe

Serbe weist Bluff-Gerüchte zurück

Verletzung vorgetäuscht? Djokovic reagiert auf Vorwürfe

Wie schlimm ist es wirklich um den Oberschenkel bestellt? Novak Djokovic steht mal wieder im Zentrum von Diskussionen.

Wie schlimm ist es wirklich um den Oberschenkel bestellt? Novak Djokovic steht mal wieder im Zentrum von Diskussionen. picture alliance / AA

"Ich überlasse das Zweifeln diesen Leuten - sollen sie doch zweifeln", sagte der Titelfavorit in Melbourne gegenüber serbischen Medien. "Nur meine Verletzungen werden in Frage gestellt. Wenn andere Spieler verletzt sind, dann sind sie die Opfer. Aber wenn ich es bin, täusche ich es vor."

Djokovic, der seit Tagen über Oberschenkelprobleme klagt und vor Turnierstart ein Training abbrechen musste, hatte am Montag den australischen Lokalmatador Alex de Minaur locker mit 6:2, 6:1, 6:2 vom Platz gefegt - offenbar beschwerdefrei. In den Matches zuvor hatte er öfter Verletzungspausen eingefordert. Das hatte Spekulationen befeuert, Djokovic habe seine Verletzung möglicherweise vorgetäuscht.

Auch Becker hat "manchmal den Eindruck, dass er blufft"

"Manchmal hat man den Eindruck, dass er blufft", sagte sein ehemaliger Trainer Boris Becker bei "Eurosport". "Manchmal hat man den Eindruck, er kann das Match nicht beenden. Es ist irgendwie zwischen Himmel und Hölle. Das ist schwierig für den Gegner, sich darauf einzustellen." Bundestrainerin Barbara Rittner meinte: "Der läuft voll zum Ball und danach kommt das Humpeln - als wenn er demonstrieren will: Ey Leute, ich hab' da was. Das nervt mich ein bisschen."

Djokovic hatte nach dem Match gegen de Minaur betont, dass er "eine Menge Schmerztabletten nehme". Er müsse nichts beweisen, habe aber medizinische Dokumente vorliegen. "Ich habe das MRT, den Ultraschall und viel mehr - sowohl von vor zwei Jahren als auch jetzt. Ob ich das in meinem Dokumentarfilm oder in den sozialen Medien veröffentlichen werde, hängt davon ab, ob mir danach ist", sagte der Serbe, der seinen zehnten Titel in Melbourne anstrebt.

Dafür würden ihm die Kritiker und Zweifler "zusätzliche Kraft und Motivation schenken", meinte Djokovic weiter. "Also danke ich ihnen." Im Viertelfinale trifft der Weltranglistenfünfte auf Andrey Rublev aus Russland.

mib

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