Bundesliga

Verlängerung bis 2025: Elvedis Weg aus der Sackgasse

Nicolas am Sonntag Gladbachs Nummer 1 in Darmstadt

Verlängerung bis 2025: Elvedis Weg aus der Sackgasse

Bald wieder voll in Mönchengladbach integriert? Nico Elvedi.

Bald wieder voll in Mönchengladbach integriert? Nico Elvedi. IMAGO/Beautiful Sports

Die Wolverhampton Wanderers hatten sich lange bemüht, den Schweizer Nationalverteidiger Nico Elvedi in die Premier League zu lotsen. Doch der Deal zerschlug sich, obwohl eigentlich schon alles klar schien.

Die weitere Vorgehensweise in Mönchengladbach war dagegen klar. Entweder gehen oder den Vertrag verlängern, vor diese Alternative hatte Manager Roland Virkus den Innenverteidiger gestellt. Und nun? Zuletzt blieb Elvedi weitgehend außen vor; das schadet natürlich auch seiner Rolle im Schweizer Nationalteam mit Blick auf die EM im kommenden Jahr.

Denn zuletzt beim Länderspiel der Schweizer am Samstag im Kosovo (2:2) blieb Elvedi komplett draußen. Ihm wird es also darauf anzukommen, Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln, um sich für die Europameisterschaft in Erinnerung zu bringen.

Sein Vertrag läuft 2024 aus, auch deshalb war der Stammspieler der vergangenen Jahre zuletzt außen vor. Er gehörte gar nicht zum Gladbacher Kader an den ersten beiden Spieltagen und kam gegen die Bayern erst in den letzten Minuten als Joker auf den Rasen.

Mit der Elvedi-Seite ist die weitere Verfahrensweise klar kommuniziert: Es ist zu erwarten, dass Gerardo Seoane weitgehend auf den Spieler verzichtet - wenn er nicht doch seinen Vertrag verlängert, wonach es offenbar aussieht.

Eine Verlängerung bis 2025 steht im Raum

"Es ist doch klar, dass der Verein unbedingt vermeiden möchte, dass ein verdienter Spieler am Saisonende einfach so durch die Tür geht", sagte Seoane der Bild-Zeitung. Elvedi also ist unter Druck, seinen Vertrag zu verlängern, will er bei der Borussia weiterhin regelmäßig zum Einsatz kommen. Im Gespräch ist offenbar eine Verlängerung bis 2025, dann gewiss auch inklusive einer Ausstiegsklausel.

Nicht nur einmal hat der Schweizer, der seit 2015 in Mönchengladbach spielt, betont, dass er sich bei der Borussia äußerst gut aufgehoben fühle. Nachvollziehbar war ja auch sein Wunsch, nach England zu wechseln, wo er sich finanziell deutlich verbessert hätte. Drum ist eine Kehrtwende natürlich nicht ausgeschlossen.

Bisher stand der 26-Jährige jedenfalls immer sehr loyal zu seinem Klub, erfüllt seinen Job äußerst zuverlässig, spielte zwar selten herausragend, aber eben auch kaum einmal unter Durchschnitt.

Als überaus verlässliche Stütze könnte sich Elvedi seinen Platz im Team zurück erkämpfen, allerdings natürlich unter der Voraussetzung, dass er tatsächlich seinen neuen Vertrag unterschreibt. Das wäre für ihn rein sportlich ein Weg aus der Sackgasse. Zunächst mal aber ist davon auszugehen, dass er auch am Sonntag im Spiel bei Aufsteiger Darmstadt 98 erst einmal draußen bleibt.

Nicolas steht wohl im Tor

Mittlerweile zeichnet sich dagegen immer deutlicher ab, dass Moritz Nicolas, der sich mit tollen Paraden gegen die Bayern empfohlen hatte, als Vertreter des an der Schulter verletzten Stammtorwartes Jonas Omlin auch am Sonntag die Nummer 1 sein wird.

Den Konkurrenzkampf zwischen Moritz Nicolas und Konkurrent Jan Olschowsky wollte und will Trainer Seoane eigentlich lange offen lassen und sich auf keine klare Nummer 1 festlegen. Weil aber Olschowsky am Dienstag erkrankt im Training fehlte, liegt es auf der Hand, dass Nicolas auch am Sonntag im Kasten der Gladbacher stehen wird.

Oliver Bitter

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