Bundesliga

"Veränderter" FCA: Neue Offensive als Sinnbild

Augsburg: Drei Rekordtransfers in einer Woche

"Veränderter" FCA: Neue Offensive als Sinnbild

FCA-Coach Markus Weinzierl ist stolz auf seinen Toptransfer Tim Matavz.

FCA-Coach Markus Weinzierl ist stolz auf seinen Toptransfer Tim Matavz. imago

Denn bis letzter Woche gab der FCA noch nie mehr als eine Million Euro für einen Spieler aus. Und binnen vier Tagen wurde diese "Schallmauer" gleich dreimal durchbrochen. Zunächst legte der FCA 1,6 Millionen Euro für Shawn Parker vom 1. FSV Mainz 05 hin, zwei Tage später wurde Nikola Djurdjic von der SpVgg Greuther Fürth für 1,3 Millionen Euro verpflichtet.

Am Freitag folgte dann Tim Matavz. Über die Ablösesumme des Slowenen, der vom niederländischen Topklub PSV Eindhoven kommt, wurde Stillschweigen vereinbart. Sicher ist nur, dass er noch teurer als Djurdjic und Parker ist und somit zum Rekordtransfer der Fuggerstädter avancierte.

Spielersteckbrief Matavz
Matavz

Matavz Tim

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S. Parker

Parker Shawn

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Djurdjic

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Bundesliga - 1. Spieltag
Trainersteckbrief Weinzierl
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FC Augsburg - Vereinsdaten
FC Augsburg

Gründungsdatum

08.08.1907

Vereinsfarben

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Manager Stefan Reuter wollte die Summen nicht kommentieren, doch die Transfers würden zeigen, "dass sich der FCA verändert hat". Denn mittlerweile kann Reuter in den Vertragsgesprächen mit potenziellen Kandidaten gewichtige Argumente vorbringen. So den steilen Aufstieg eines André Hahn zum Beispiel, oder den Sprung von Paul Verhaegh in die niederländische Nationalmannschaft. Im doch schon reifen Fußballalter von 30 Jahren feierte der Verteidiger mittlerweile sogar sein WM-Debüt. "Das ist ein Zeichen dafür, dass hier vieles richtig läuft", bilanziert Reuter.

Und so konnte auch Matavz von einem Wechsel überzeugt werden, und dies, obwohl der 25-jährige für die PSV in 102 Spielen 44 Tore erzielt hat. Trotz dieser beachtlichen Quote genoss Matavz in Eindhoven aber nicht das volle Vertrauen der Verantwortlichen. Ein reiner Abschlusstürmer ohne Bindung zum Spiel sei er, lautete ein Vorwurf.

FCA-Coach Markus Weinzierl dagegen ist "froh, dass wir so ein Kaliber holen konnten". Durch die drei Toptransfers der letzten Woche ist das Gedränge in der neuen Offensive groß. Sascha Mölders und Raul Bobadilla müssen sich der neuen Konkurrenz erwehren. Eine Situation, die Weinzierl mit Freude zur Kenntnis nimmt: "Alle sind vielseitig, wir können variieren und auf Verletzungen reagieren", freut er sich ob der neu gewonnen Möglichkeiten.