Bundesliga

Veljkovic: "Für die Werder-Fans sind das super Spiele, aber …"

Abwehrchef spricht über schon zehn Bremer Gegentore

Veljkovic: "Für die Werder-Fans sind das super Spiele, aber …"

Werders Milos Veljkovic will die Bremer Fehlerquote reduzieren.

Werders Milos Veljkovic will die Bremer Fehlerquote reduzieren. IMAGO/Team 2

133 Bundesligaspiele stehen in der Vita von Milos Veljkovic. Der serbische Innenverteidiger weiß also, wovon er spricht, wenn es darum geht, dass defensive Nachlässigkeiten seit dieser Saison wieder anders bestraft werden als noch in der vergangenen Spielzeit, in der 2. Liga. Mit Gegentoren. "Das ist ganz normal", weiß der 26-Jährige.

Einmal mehr Spektakel mit Werder-Beteiligung

Gerade in der jüngsten Bundesliga-Partie am Sonntagabend gegen Eintracht Frankfurt war diese Erkenntnis dem Aufsteiger ganz besonders deutlich vor Augen geführt worden. Die Hessen nutzten die Fehler und die daraus resultierenden Torchancen erbarmungslos aus. Weil jedoch auch die Werder-Offensive immer für mehrere Treffer gut ist, entwickelte sich einmal mehr mit Bremer Beteiligung in dieser Saison ein Spektakel: 3:4.

"Für die Werder-Fans sind das super Spiele, aber …", betonte der Werder-Verteidiger, dem es natürlich um andere Prioritäten geht, "für uns gilt es, noch weniger Fehler zu machen und noch besser zu stehen." Die bisherige Gegentorflut deutet auf eine Diskrepanz zwischen Defensive und Offensive hin. Daher nimmt Veljkovic, als zentraler Bestandteil der Bremer Dreierkette, die gesamte Mannschaft in die Pflicht.

Es geht dem 20-maligen Nationalspieler dabei nicht nur um die Abwehrarbeit und auch nicht nur um das Verhalten der Mannschaft gegen den Ball: "Wenn du den Ball in deinen Reihen hältst, dann verteidigst du gleichzeitig und es kann nichts passieren." Generell fordert Veljkovic wieder mehr Stabilität: "Wir wissen auch, dass wir das besser können."

Veljkovic: "Wir sind immer noch Aufsteiger"

Der nächste Gegner, der VfL Bochum, hat als Tabellenletzter jedenfalls erst drei Treffer erzielt. Kommt das Auswärtsspiel am Samstag da also gerade recht? Für Veljkovic sind die Rollen nicht automatisch verteilt: "Wir sind immer noch Aufsteiger", sagt er einerseits und "wir haben Bochum verfolgt, die spielen keinen schlechten Fußball" - doch der Werder-Profi gibt auch zu verstehen: "Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen, wir gehen mit breiter Brust in die Partie."

Tim Lüddecke

Sommer löst Sforza ab: Die Schweizer mit den meisten Bundesliga-Spielen