Bundesliga

Veh hat ein Auge auf Özil

Schalke: Slomka: "Die Tür ist zu"

Veh hat ein Auge auf Özil

Mesut Özil

Bei Schalke bleibt ihm nur noch der Trainingsplatz: U21-Nationalspieler Mesut Özil. dpa

Eine sportliche Zukunft bei den "Königsblauen" gibt es für Mesut Özil nicht mehr, wie Mirko Slomka am Dienstag bekräftigte. "Nach diesem Interview ist die Tür zu. Ich sehe keine Möglichkeit, noch etwas zu retten", sagte der Schalker Trainer und reagierte damit auf Özils Aussagen gegenüber dem kicker vom Montag.

Özil wirft Schalkes Manager Andreas Müller vor, "sich nicht an Absprachen" gehalten zu haben. Außerdem wehrte er sich vehement gegen das Image als geldgieriger Jungstar und sprach von einer "schmutzigen Kampagne".

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Slomka wird Özil indes nicht vom Trainingsbetrieb bei den "Königsblauen" ausschließen: "Er besitzt einen Vertrag bis 2009 und trainiert bei uns, dabei bleibt es. Er wird behandelt wie ein normaler Spieler, nur dass er nicht zum Einsatz kommt." Müller ergänzte, dass der hochveranlagte Teenager wechseln könne, sofern die Ablöse stimme: "Wenn ein Angebot für ihn kommt, das unseren Vorstellungen entspricht, kommt es zum Wechsel. Ansonsten bleibt er hier!" Schalke wirft dem gebürtigen Gelsenkirchener vor, eine mündliche Einigung auf einen neuen, deutlich höher dotierten Vertrag bis 2011 nicht eingehalten zu haben.

Die Kontakte zum Schalker Ligakonkurrenten Hannover 96 bestätigte Özil. Die Niedersachsen prüfen, sich sofort die Dienste Özils zu sichern. Wohl utopisch, so lange die vorerst aufgerufenen sieben Millionen Euro für den DFB-U21-Nationalspieler im Raume stehen. Doch: "Wenn ein interessanter junger Spieler wie Özil auf dem Markt ist, muss man sich damit beschäftigen", demonstrierte Sportdirektor Christian Hochstätter das neue Selbstbewusstsein des Tabellensiebten auf dem Transfermarkt, wo der Klub spätestens zum Sommer einen Stürmer und eben einen vielseitigen offensiven Mittelfeldspieler wie Özil sucht. "Mesut ist ein sportlich sehr interessanter Spieler und es gab auch Kontakt. Martin Kind, Christian Hochstätter und ich müssen uns intern aber erst einmal darüber im Klaren werden, ob wir dahinpreschen wollen, was Schalke verlangt. Momentan sieht es ganz klar nicht danach aus", sagte 96-Trainer Dieter Hecking.

Auch Stuttgarts Manager Horst Heldt bestätigte inzwischen, dass der VfB den Mittelfeldspieler noch vor Ende der Transferperiode an diesem Donnerstag verpflichten will. "Wir haben unser Interesse gegenüber Schalke bekundet. Wir sind in Gesprächen, aber wir sind nicht konkurrenzlos", sagte Heldt und fügte hinzu: "Aber die sieben Millionen Euro Ablöse, die im Raum stehen, sind zu hoch." Auch Stuttgarts Trainer Armin Veh hat ein Auge auf Özil geworfen: "Er ist eines der größten Talente in Deutschland und würde uns weiterbringen."

Özil hatte direkten Kontakt zu Stuttgart bis dato dementiert. Dessen Berater Reza Fazeli ist im Übrigen auch Agent von Stuttgarts Spielmacher Yildiray Bastürk, der nach seiner Verpflichtung von Hertha BSC lange verletzt war, in der Hinrunde nur auf neun Bundesliga-Einsätze (ein Tor) kam, in der Rückrunde aber zum Trumpf werden soll bei den Schwaben. Im Gegensatz zu Hannover hat der VfB also bereits einen Mann hinter den Spitzen, wie ihn auch Özil geben kann, im Team.

Peter Lövenkrands

"Bleibe auf Schalke": Peter Lövenkrands weiß nichts von Birminghams Interesse. dpa

Lövenkrands: "Ich weiß von nichts"

Dass der englische Erstligist Birmingham City Peter Lövenkrands verpflichten will, wie englische Medien berichteten, ist dem dänischen Nationalspieler nicht bekannt: "Ich weiß von nichts", sagte Lövenkrands gegenüber dem kicker, "und gehe davon aus, dass ich bei Schalke bleibe." Birminghams Teammanager Alex McLeish kennt den Stürmer, der heute seinen 28. Geburtstag feiert, aus der gemeinsamen Zeit bei den Glasgow Rangers. Birmingham ist angeblich bereit, eine Ablösesumme von drei Millionen Euro zu zahlen. Ein offizielles Angebot ist beim FC Schalke 04 aber noch nicht eingegangen.

Lövenkrands war 2006 ablösefrei von Glasgow zu S04 gewechselt. Bei den "Königsblauen" hat der Däne noch einen Vertrag bis 2009. Die Erwartungen erfüllte der Angreifer bisher nicht immer, in 38 Bundesliga-Spielen erzielte er sechs Tore, war aber auch durch eine mittlerweile behobene chronische Instabilität des rechten Sprunggelenks längere Zeit außer Gefecht.