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VBL: Heidenheim ist neuer deutscher Vereinsmeister

Finalsieg in der Club Championship

VBL: Heidenheim ist neuer deutscher Vereinsmeister

Der 1. FC Heidenheim geht als Titelträger aus der Saison 2020/21 der VBL Club Championship hervor.

Der 1. FC Heidenheim geht als Titelträger aus der Saison 2020/21 der VBL Club Championship hervor. DFL

Schon in der Gruppenphase der Finalrunde hatte sich der 1. FC Heidenheim am Samstag in bestechender Form präsentiert, die Süddeutschen sicherten sich in Gruppe A mit 18 Punkten den ersten Platz. Dieser Erfolg garantierte dem FCH das Halbfinale gegen den 1. FC Köln, der den zweiten Rang der Gruppe B belegt hatte. Zeitgleich ermittelten RB Leipzig und der FC St. Pauli den anderen Finalisten.

Heidenheim braucht nur zwei Halbfinal-Matches

Gespielt wurde für die K.o.-Phase im Format aus der Final Chance, das zu Beginn direkt eine Doppelpartie vorsieht. Heidenheim und Köln trafen aufeinander, die Baden-Württemberger verschafften sich den Vorteil: Denis 'Denis' Müller und Serhat 'Serhatinho01' Öztürk gelang nach 0:1-Rückstand gegen Tim 'TheStrxngeR' Katnawatos und Michael 'Phenomeno' Gherman noch das Comeback, ein kurioser Kullerball (76.) sorgte letztlich für den 2:1-Sieg der Heidenheimer. 'Serhatinho01' hatte folglich im Einzel an der Xbox One gegen 'Phenomeno' bereits die Chance, den Finaleinzug für den FCH perfekt zu machen.

Öztürk tat sich in der Offensive lange schwer, fünf Minuten vor der Pause platzte aber der Knoten (40.) - Heidenheim führte zur Halbzeit mit 1:0 und war dem Endspiel schon ganz nah. 'Phenomeno' konnte nach einer Stunde die mögliche Vorentscheidung mit einer spektakulären Rettungsaktion auf der Linie noch verhindern (61.), in der Schlussphase machte 'Serhatinho01' nach einer Kombination durch die Mitte aber alles klar (85.). Die Heidenheimer, die sich im Vorfeld der Endrunde selbst zum Außenseiter stilisiert hatten, zogen somit nach nur zwei Partien ins Finale ein.

St. Pauli-Überraschung nach Golden Goal

Im parallel ausgetragenen zweiten Halbfinale starteten der FC St. Pauli und RB Leipzig ebenfalls im 2vs2. Die favorisierten Umut 'RBLZ_UMUT' Gültekin und Richard 'RBLZ_GAUCHO' Hormes bekamen es mit den eKiezkickern Erol 'Erol_96x' Bernhardt und Mustafa 'xMusti19' Cankal zu tun. Trotz mehrerer hochkarätiger Gelegenheiten blieb auf beiden Seiten lange die Null stehen, bis der FC St. Pauli kurz vor dem Abpfiff den 1:0-Siegtreffer erzielte (89.). Entsprechend lastete großer Druck auf Gültekin, der sich im anschließenden Einzel an der PlayStation 4 gegen 'Erol_96x' keine weitere Niederlage erlauben durfte.

'RBLZ_UMUT' zeigte allerdings keinerlei Nerven und ging per Doppelschlag früh mit 2:0 in Front (16./20.). Der deutsche eNationalspieler wies einmal mehr in beeindruckender Manier nach, der derzeit beste PS4-Spieler der VBL Club Championship zu sein. Gültekin ließ keine Zweifel aufkommen und erzielte noch einen weiteren Treffer (33.), das 3:0 machte ein zweites Einzel an der Xbox nötig. 'xMusti19' und 'RBLZ_GAUCHO' standen sich in diesem Zuge virtuell gegenüber, der Hamburger schockte den RB-Kapitän schnell durch das 1:0 nach schönem Direktpassspiel (9.). Hormes reagierte mit all seiner Erfahrung aber ruhig und erarbeitete sich den Ausgleich (24.). Im weiteren Spielverlauf suchten beide kein allzu großes Risiko, das 1:1 zog die Entscheidung nach Golden Goal in einer weiteren 2vs2-Partie nach sich.

'RBLZ_UMUT' und 'RBLZ_GAUCHO' durften den Anstoß ausführen und waren folglich zunächst im Ballbesitz. Cankal und Bernhardt konnten den ersten Angriff aber abwehren, wodurch sich ein offenes Spiel entwickelte. Während die Leipziger nicht aussichtsreich in den gegnerischen Strafraum vordringen konnten, nutzte St. Pauli die erste Möglichkeit: Der Ball landete aus rund 13 Metern sehenswert im rechten oberen Toreck (20.). 'Erol_96x' und 'xMusti19' bezwangen den großen Favoriten und zogen etwas überraschend, aber sicherlich nicht unverdient ins Finale ein.

Knapper Doppelsieg bringt FCH in Front

Das letzte Match der Club Championship-Saison wurde durch die Doppelpartie zwischen 'xMusti19' sowie 'Erol_96x' vom FC St. Pauli und 'Denis' sowie 'Serhatinho01' vom 1. FC Heidenheim eröffnet. Das Tempo war vom Anpfiff weg hoch, beide Hintermannschaften standen allerdings eng gestaffelt. Heidenheim übernahm im Verlauf des ersten Durchgangs die Kontrolle, nach einem vergebenen Elfmeter (38.) trafen Müller und Öztürk doch noch vor der Pause nach links oben zum 1:0 (44.). Die große Chance auf das zweite Tor wurde nach dem Seitenwechsel nicht genutzt (56.), auf der anderen Seite verpassten Cankal und Bernhardt den Ausgleich nur um Zentimeter (72.).

Die fehlende Kaltschnäuzigkeit der Hamburger wurde bestraft, der FCH kombinierte sich über links in den Strafraum und erhöhte recht freistehend auf 2:0 (75.). Quasi im Gegenzug schaffte St. Pauli nach einer perfekten Kopfballverlängerung im Mittelfeld den Anschluss (80.), die Spannung kehrte zurück. Nur kurz vor dem Abpfiff hatten 'xMusti19' und 'Erol_96x' noch mal die riesige Möglichkeit zum Ausgleich, der Versuch aufs lange Eck wurde vom Heidenheimer Torhüter jedoch pariert (88.).

'Denis' löst den großen Titeljubel aus

Demzufolge konnte 'Denis' im folgenden Einzelspiel gegen Bernhardt an der PlayStation 4 seine Farben bereits zum Meistertitel führen, ein Sieg fehlte Heidenheim noch. Die Tragweite ihrer Begegnung war beiden Kontrahenten anzumerken, 'Erol_96x' verschaffte sich ein Übergewicht, verwertete seine ersten Gelegenheiten aber nicht (12./20.). Müller hingegen zeigte im Abschluss keine Schwierigkeiten, schon der erste Schuss ließ das St. Pauli-Netz zappeln (29.). 'Denis' verwaltete das 1:0 in die Halbzeitpause, Bernhardt musste sich für die zweite Hälfte etwas einfallen lassen.

'Erol_96x' versuchte, die offensive Anfangsphase des ersten Durchgangs zu kopieren - Müller baute derweil ein Defensivbollwerk auf und lauerte auf Konter. Der Heidenheimer blieb fokussiert und legte mit etwas Beihilfe des rechten Pfostens zum 2:0 nach (71.). Bernhardt musste in der Folge auf Sturmlauf umschalten, eine echte Großchance ergab sich für ihn aber nicht mehr. Stattdessen hatte 'Denis' noch die Möglichkeit zum 3:0 (84.), kurz darauf stand der 1. FC Heidenheim als Meister der VBL Club Championship fest. Nachdem die Baden-Württemberger fast die komplette reguläre Saison auf Platz zwei der Division Süd-Ost hinter RB Leipzig verbracht hatten, krönten sie sich im Finale zum deutschen FIFA-Vereinsmeister 2020/21.

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Niklas Aßfalg

VBL-Finale 2020/21

Im Video: Die VBL-Höhepunkte von den Halbfinals und dem Finale

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