Bundesliga

VAR verhindert 26 Fehlentscheidungen und liegt einmal falsch

DFB zieht positives Zwischenfazit nach sieben Bundesliga-Spieltagen

VAR verhindert 26 Fehlentscheidungen und liegt einmal falsch

Der Videobeweis in der bisherigen Bundesliga-Saison weist eine Trefferquote von 96 Prozent auf.

Der Videobeweis in der bisherigen Bundesliga-Saison weist eine Trefferquote von 96 Prozent auf. imago images/Matthias Koch

Jochen Drees, seit 2018 Fachleiter der Projekts Videoassistent beim DFB, stellte diese Zahlen am Mittwoch offiziell vor. Demnach griff der VAR bei den bisher 63 absolvierten Partien der Bundesliga in 96 Prozent aller Fälle berechtigterweise ein.

Allerdings bemängelte Drees am Mittwoch, dass zweimal nicht eingeschritten wurde, wo es nötig gewesen wäre. Durch den Videobeweis sind laut Drees 26 Fehlentscheidungen verhindert worden. Im Schnitt dauert die Überprüfung einer Szene nur noch 69 Sekunden, in der vergangenen Saison waren es noch 81 Sekunden.

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich bewertet zudem positiv, dass es bei den Referees einen Trend zur Zurückhaltung gibt. "Viele Spiele werden so geleitet, dass intensiver und körperbetonter Fußball möglich ist", sagte Fröhlich: "Es ist nicht immer möglich - aber wenn, dann wird es so praktiziert, dass es eher einen Pfiff weniger als einen zuviel gibt. So wird mehr Spielfluss ermöglicht. Dennoch bleibt ein klarer Sachverhalt natürlich ein klarer Sachverhalt."

Viele Spiele werden so geleitet, dass intensiver und körperbetonter Fußball möglich ist.

Lutz Michael Fröhlich

Durch die Rückkehr der Fans in die Arenen müssen sich auch die Unparteiischen laut Fröhlich wieder auf eine neue Situation einstellen. "Durch die Zuschauer in den Stadien werden die Spiele wieder emotionaler", äußerte Fröhlich: "Das aktive Einfordern von Respekt durch die Schiedsrichter soll bleiben."

Mit der neuen Auslegung beim Handspiel "haben alle weniger Probleme"

Laut Fröhlich kommt das vereinfachte Regelwerk beim Handspiel gut bei den Profis und den Verantwortlichen an. "Mit der neuen Auslegung haben alle weniger Probleme als mit der alten", sagte der Berliner: "Die Beteiligten wünschen sich natürlich, dass alle einheitlich bei der Auslegung bleiben."

Um die Handspiel-Diskussionen zu minimieren, gilt seit dieser Spielzeit ein vereinfachtes Regelwerk. Maßgebend für einen Strafstoß-Pfiff ist dann in erster Linie eine sogenannte "unnatürliche" Körperhaltung. Als unnatürlich gilt nur noch, wenn das Handspiel nicht zur natürlichen Körperbewegung des Spielers passt.

bst/sid

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