Bundesliga

Van Bommel nach Negativ-Lauf: "Dann kommt man auch da raus - und nicht anders"

Trainer nimmt "alle Kritik an"

Van Bommel nach Negativ-Lauf: "Dann kommt man auch da raus - und nicht anders"

Mark van Bommel gibt die Richtung vor, um Wolfsburgs Formtief zu überwinden.

Mark van Bommel gibt die Richtung vor, um Wolfsburgs Formtief zu überwinden. Getty Images

Am 4. Spieltag war die Welt noch in Ordnung, der VfL gewann mit 2:0 bei Aufsteiger Greuther Fürth und war verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. An den folgenden Spieltagen lief allerdings nicht mehr viel zusammen. Insgesamt sind die Wölfe nach dem 0:2 am Samstag gegen Freiburg nun schon seit acht Pflichtspielen ohne Sieg - in der Bundesliga verlor das Team von Trainer Mark van Bommel gar die letzten vier Partien. Eine ähnliche Niederlagenserie verbuchten die Wölfe zuletzt 2012/13 in den letzten vier Spielen unter Felix Magath, der anschließend zunächst von Lorenz-Günther Köstner ersetzt wurde.

"Ich nehme alle Kritik an, weil wenn man die Spiele nicht gewinnt, kriegt man Kritik, egal auf welche Art und Weise", sagte van Bommel nach der Partie bei "Sky". "Man weiß, dass da Druck kommt. Den legen wir uns auch selbst auf die Schultern. Und das kommt von außen nochmal, was völlig normal ist", führte der Trainer weiter aus.

Immer diese Standards

Gegen Freiburg war es - mal wieder - ein Standard, der, wenn auch erst nach VAR-Einsatz, die Wölfe ins Hintertreffen brachte. An der Einstellung hatte der Trainer wenig auszusetzen und auch sein Sportdirektor Marcel Schäfer fand: "Wir haben teilweise besser agiert, als wir das in den letzten Wochen getan haben. Ich glaube, dass die Mannschaft bemüht war, man sieht aber auch, dass es etwas an Selbstvertrauen mangelt." Obwohl Schäfer das Spiel nicht schöner reden wollte, als es war, merkte er dennoch an, dass Wolfsburg durchaus Chancen auf den Ausgleich hatte. Jedoch strahlte in der Offensive der Wölfe lediglich Lukas Nmecha Gefahr aus. "Der Schuss von Lukas kann auch mal reingehen, dann steht es 1:1", hatte nicht nur der neue Rekordspieler der Wölfe Maximilian Arnold (260 Bundesliga-Spiele) erkannt.

Arnold alleine vorn: Die Rekordspieler des VfL Wolfsburg

Die Latte verhinderte in dieser 36. Minute den Ausgleich, danach wurde es nicht mehr allzu gefährlich für Freiburgs Keeper Mark Flekken, der nur noch einmal gegen Josuha Guilavoguis Kopfball (45.+1) ernsthaft eingreifen musste. Vor allem nach dem 0:2 ging bei Wolfsburg nach vorne nahezu gar nichts mehr. "Man sieht in so einer Situation, in die wir uns selber gebracht haben, dass es unglaublich schwierig ist, wieder rauszukommen", sagte Schäfer.

Als Trainer wie als Spieler: Leader van Bommel

Einen möglichen Lösungsansatz bot nach dem Spiel bereits van Bommel: "So wie ich das als Spieler gemacht habe, so muss ich auch jetzt meine Mannschaft führen. Dass man immer härter arbeitet, jeden Tag. Dann kommt man auch da raus - und nicht anders." Auch Arnold ist ähnlicher Ansicht: "Da hilft aber nicht darüber zu quatschen, da kommen wir nicht raus damit. Wir müssen wieder hart arbeiten, zusammen arbeiten."

Die Fans mitnehmen

Helfen könnte da die Fan-Rückkehr. Die Volkswagen-Arena durfte gegen Freiburg erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder ausgelastet werden, trotzdem kamen nicht einmal 11.000 Zuschauer von 30.000 möglichen. Und die, die da waren, wollten ihr Team in der 67. Minute "kämpfen sehen". Nur eine Minute später fiel das 0:2. Der Einsatzwille und Kampfgeist war Wolfsburg nicht abzusprechen, deshalb glaubt Schäfer, "dass der Funke auch von uns auf die Fans übergehen kann. Da müssen wir aber ein bisschen mehr tun, als wir das in den letzten Tagen beziehungsweise heute am Spieltag getan haben. Und da sind wir einfach gefordert, eine Reaktion zu zeigen."

sts

Spieltagsbilder 9. Spieltag 2021/22