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Valorant-Neuerungen: Riot Games will den Weg zum Profi unterstützen

Mehr Chancen für Amateure und Frauen

Valorant-Neuerungen: Riot Games will den Weg zum Profi unterstützen

Vieles neu bei Valorant 2022. 

Vieles neu bei Valorant 2022.  Riot Games

Kurz nachdem in Valorant der erste Weltmeister gekürt wurde, richtete Riot Games den Blick bereits in die Zukunft. Wie die Entwickler auf einer Pressekonferenz verkündeten, sollen im kommenden Jahr weibliche Teams und Amateure mehr Spielfläche bekommen.

Per Regionalliga Richtung Profigeschäft

Letztere haben künftig die Chance, sich in einer aus gesamt acht Valorant-Regionalligen (VRL) für das Profigeschäft zu beweisen. Hierzulande trägt sie den Namen "VRL DACH: Evolution", umfasst also zusätzlich zu Deutschland auch Österreich, Schweiz und Liechtenstein.

Um daran teilzunehmen, richten die Organisatoren eine offene Qualifikationsrunde aus. Der Startschuss dafür fällt am 24. Januar, letztmalige Chance ist der 30. Januar.

Chance auf Tour-Card und VRL-Sieg

Am 14. Februar geht es für die Qualifikanten dann in die reguläre Saison, die über zwei Phasen im Jahr läuft. Die erste Phase wird, nachdem alle Gewinner der jeweiligen Regionalligen bekannt sind, durch das Valorant-Champions-Tour-Promotion-Turnier eingeläutet. In diesem versuchen die Teams die begehrten zwei Plätze für die Champions Tour zu ergattern.

In der zweiten Phase geht es dann um die Frage, welcher der acht VRL-Sieger der beste ist. Die Antwort soll eine Endrunde liefern.

Valorant Regional Circuit soll Hobby mit Profibereich verknüpfen

Ein Konzept, das bereits aus League of Legends bekannt ist. Das wird ebenfalls von Riot Games entwickelt und war Inspiration, erklärte Daniel Ringland, Head of Valorant Esports in Europa: "Wir haben viel vom Konzept der europäischen Regionalligen gelernt und uns definitiv einige Dinge abgeschaut." Daran schloss er an: "Wir decken in der Champions Tour damit den gesamten Weg vom Amateur- bis zum Profibereich ab."

Wer sich erstmalig ins kompetitve Spielen vorantasten will, kann im Rahmen des Valorant Regional Circuit (VRC) an Events teilnehmen. Der VRC ist ein offener Raum für Profis, Amateure oder auch einfach nur Hobby-Spieler.

"Keine separate Frauenliga"

Zusätzlich werden die Valorant Game Changers, eine Turnierserie für weibliche Teams, weiter ausgebaut. Konkret heißt das: drei über das Jahr verteilte regionale Events sowie eine "Global Challenge". Zusätzlich können neugegründete Teams in der Game Changers EMEA Academy bei bis zu sechs Turnieren ihre Fähigkeiten ausbauen.

"Wir wollen ein Programm schaffen, das Frauen auf die großen Bühnen bringt und es ihnen ermöglicht, von großen E-Sport-Organisationen entdeckt zu werden", sagte Vera Wienken, VCT Game Changers Lead EMEA.

Allerdings stehen den Frauen auch die neuen regionalen Ligen offen, um sich darüber zu den großen Turnieren zu qualifizieren. "Was wir nicht wollen, ist, dass Game Changers eine separate Frauenliga wird. Es soll ein Sprungbrett für Frauen sein, Profi zu werden", erklärte Wienken.

Anfang 2022 will das Unternehmen dann weitere Informationen, unter anderem zur Champions Tour, bekannt geben.

Sven Grunwald