Regionalliga

SpVgg Unterhaching jubelt auch im dritten Spiel

Regionalliga Bayern - 3. Spieltag

Unterhaching jubelt auch im dritten Spiel - FC Bayern II gewinnt Stadtderby

Der Weichensteller zum dritten Sieg: Patrick Hobsch (Mitte) erzielte das 2:0 der SpVgg Unterhaching beim FC Augsburg II.

Der Weichensteller zum dritten Sieg: Patrick Hobsch (Mitte) erzielte das 2:0 der SpVgg Unterhaching beim FC Augsburg II. IMAGO/foto2press

Regionalliga Bayern - 3. Spieltag

Es war bereits ein kleines Krisenduell  am Freitagabend: Während die Würzburger Kickers mit einem Punkt aus den ersten zwei Partien starteten, war der FC Pipinsried gar noch ohne Zähler. Die Heimelf war zwar favorisiert, einen solchen Start in die Partie allerdings hätten sich die Unterfranken wohl in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Nach nicht mal 15 gespielten Minuten stand schon ein 4:0 auf der Anzeigentafel: Hägele eröffnete nach drei Zeigerumdrehungen und einer Ecke per Kopf den Torreigen, mit der zweiten Torchance markierte Zaiser aus 16 Metern wuchtig das 2:0 (6.). Für den dritten Streich war Junge-Abiol nach einem schönen Spielzug der Kickers verantwortlich (11.), bevor Sané in der Box flach auf 4:0 stellte (14.). Anschließend beruhigte sich das Geschehen, vor der Pause fiel aber auch noch das 5:0 per Eigentor - Jike lenkte den Ball nach einer Ecke unglücklich über die eigene Torlinie (35.). Im zweiten Durchgang plätscherte das Geschehen dann vor sich hin: Der starke Karimani machte aus kurzer Distanz noch das halbe Dutzend voll (58.).

Der Traumstart von Aufsteiger DJK Vilzing geht derweil weiter: Drei Spiele, drei Siege - denn auch bei Wacker Burghausen setzten sich die Oberpfälzer am Freitagabend dank einer leidenschaftlichen Leistung mit 2:0 durch. Schon die 1:0-Halbzeitführung, die Jünger per direktem Freistoß herstellte (35.), war verdient. In der zweiten Hälfte war die Partie dann völlig offen, Burghausen ein paar Mal ganz nach dran am Ausgleich. Erst kurz vor dem Ende konnte Müller nach einem Schnitzer in der Wacker-Hintermannschaft mit dem 2:0 den Deckel drauf machen (87.). 

Erste drei Punkte gab es derweil für den SV Heimstetten, der der Viktoria aus Aschaffenburg gleichzeitig die erste Saisonniederlage zufügte. Die Gäste aus Aschaffenburg gingen zwar mit der ersten Chancen in Führung (Niesigk per Kopf,  3.), Heimstetten aber antwortete eindrucksvoll und legte binnen zehn Minuten auf 3:1 vor: Zander (14.), Tunc (19.) und Riglewski (24.) waren die Torschützen. Entscheidend für die Punktverteilung an diesem Abend waren dann drei Minuten Mitte der zweiten Hälfte, in denen der SVH mit einem Doppelschlag auf 5:2 davonzog: Sehenswert dabei das 4:2, das Riglewski ins Kreuzeck setzte (73.). Gleich darauf besorgte Vrenezi aus 16 Metern das 5:2. Zuvor hatten die Aschaffenburger durch einen Dähn-Kopfball den 2:3-Anschlusstreffer hergestellt (51.).

Spätes Eigentor lässt Fürth II jubeln

Am Samstag standen fünf Partien auf dem Plan: Die SpVgg Ansbach wollte bei der SpVgg Greuther Fürth II ihren Überraschungssieg gegen den FC Bayern München II bestätigen. Die Fürther Reserve plante hingegen Wiedergutmachung für ihre 0:4-Schlappe gegen Eichstätt zu betreiben.

Die Ansbacher legten am Fürther Tulpenweg gleich furios los, Torjäger Kroiß nahm in der 5. Minute einen langen Schlag mustergültig an, umspielte Heimkeeper Schulz und vollstreckte zur Führung. Die hielt jedoch nur etwas mehr als zehn Minuten, dann schlich sich Kirsamer hinter die gegnerische Abwehrkette und leitete eine präzise Vorlage zum Ausgleich ins Netz weiter (18.).

Nach einigem Leerlauf in der zweiten Hälfte kam Ansbach nach Anbruch der Schlussviertelstunde wieder besser ins Spiel und verzeichnete einige Chancen. Doch das kleine Kleeblatt überstand die Druckphase des Aufsteigers und durfte kurz vor Schluss selbst jubeln, unter viel Ansbacher Mithilfe: Weeger spielte in Minute 88 aus rund 30 Metern einen Rückpass auf Torwart Heid, der stand aber schon weit vor seinem Tor, sodass der Ball am Schlussmann vorbei vom Innenpfosten ins Tor sprang. Von diesem Nackenschlag erholten sich die Gäste nicht mehr.

Mashigo bricht für Unterhaching den Bann

Während die SpVgg Unterhaching unter der Woche mit dem Aus im Verbandspokal bei Bezirksligist TuS Feuchtwangen eine herbe Enttäuschung verkraften musste, lief es in der Liga mit zwei Auftaktsiegen nahezu perfekt. Am Samstag beim FC Augsburg II nahm die Elf von Sandro Wagner sofort das Heft des Handelns in die eigene Hand. Doch zunächst war FCA-Torwart Lubik der Fels in der Brandung. Das änderte sich in der 30. Minute, als sich Mashigo im Strafraum trickreich durchsetzte und flach ins lange Eck traf.

Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs standen die Zeichen endgültig auf den dritten Sieg in Folge: Torjäger Hobsch köpfte eine Skarlatidis-Ecke zum 2:0 ins Netz (52.). Das Drängen auf eine eventuelle Wende erhielt in der 71. Minute für den FCA II einen herben Dämpfer, nachdem Taseski im Anschluss an einen Trikotzupfer von Skarlatidis sich revanchierte und dafür die Rote Karte sah. Abschreiben durfte man die Fuggerstädter aber auch noch nicht komplett, kurz nach dem Platzverweis zirkelte Deger einen Freistoß knapp vorbei. Doch so richtig brenzlig wurde es für Haching gegen Ende nicht mehr, Augsburg beendete die Partie nach Gelb-Rot für Subaric (wiederholtes Foulspiel, 88.) zu neunt.

Rain/Lech zurück im Liga-Alltag

Ein schwerer Gang stand am späten Samstagnachmittag dem TSV Rain/Lech bevor. Nachdem das letzte Spiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing aufgrund eines tödlichen Verkehrsunfalls zweier Spieler des Vereins abgesagt worden war, ging es für die Mannschaft von Martin Weng nun wieder um vergleichsweise profane Regionalliga-Punkte. Der TSV Buchbach war zu Gast im Georg-Weber-Stadion.

Und der hätte in der 7. Minute um ein Haar jubeln dürfen, doch Schuster rettete auf der Linie. Danach wurde Rain stärker, die dickste Chance hatte Schraufstetter in der 20. Minute, dessen Schuss nur knapp vorbei strich. Besser machte es Greppmeier kurz nach Anbruch der zweiten Halbzeit, der aus knapp 15 Metern hoch einschoss. Kurz vor dem Ende wurde die Partie munterer, auf beiden Seiten wären weitere Treffer möglich gewesen, aber am Ende war Greppmeiers großer Moment das Zünglein an der Waage.

Nürnberg II mit Chancenwucher

Beim 1. FC Nürnberg II war schon beim 2:0 gegen Würzburg in der Vorwoche die Offensivabteilung das Prunkstück. Bei der SpVgg Hankofen-Hailing machte die Elf von Trainer Cristian Fiel nahtlos weiter. Nürnberg drückte den selbst ernannten "Dorfklub" nach Anpfiff sofort tief in dessen eigene Hälfte. Insbesondere Mittelstürmer Nischalke war ein steter Unruheherd, doch erst lupfte er nach schönem Solo drüber, danach bekam ein Hankofen-Spieler in letzter Sekunden sein Bein dazwischen. Und auch Torwart Maier hielt seine Elf mit tollen Paraden gegen Vonic und Nischalke im Spiel.

Das Netz zappelte in der 37. Minute auf der anderen Seite. Pex schlug eine Freistoßflanke in den FCN-Strafraum, Härtl sprang am höchsten und bugsierte die Kugel zur Führung ins Netz. Das hatte sich nicht zwingend angedeutet. 

Aus der Halbzeitpause kamen die Gastgeber wesentlich griffiger. Hankofen konnte sich mit der Führung im Rücken auf Konter verlegen und machte das auch prima. In der 54. Minute brach Pex über rechts durch, legte ab auf Ketzer, der den Ball kurz annahm und dann ins Netz jagte. Der Aufsteiger ließ nun nicht mehr viel anbrennen, die stabile Defensive legte auch Nischalke gut an die Kette, bei den wenigen Chancen fehlte dem kleinen Club erneut die Präzision. 

Der TSV Aubstadt (5:2 beim FC Pipinsried) und der VfB Eichstätt (4:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth II) begegneten sich mit ordentlich Rückenwind. Das wussten die Unterfranken zunächst besser zu nutzen, Endres brachte nach einer maßgenauen Piwernetz-Flanke Aubstadt in der 29. Minute in Führung. Eichstätt schlug in der 54. Minute zurück. Federls Beharrlichkeit sollte sich bezahlt machen, denn nach Pfosten und Latte brachte er seinen Drittversuch im Tor unter. Hinten konnte sich der VfB in der 61. Minute beim eigenen Pfosten bedanken, von dem eine Feser-Flanke zurück ins Feld sprang. Es blieb bei der Punkteteilung.

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Stadt-Derby im Grünwalder Stadion

Am  Sonntag empfing der FC Bayern München II den Drittliga-Absteiger Türkgücü München zum Top-Spiel des 3. Spieltages im Grünwalder Stadion. Die Gäste gingen durch Jordi Woudstra zweimal in Führung, doch am Ende setzten sich spielerisch überlegene Bayern verdient durch.

Zwischendurch war das Stadtduell für rund eine Viertelstunde unterbrochen, weil sich Schiedsrichter Stefan Treiber an der Wade verletzte und nicht mehr weiterpfeifen konnte.

Weil der FV Illertissen am Samstag im DFB-Pokal gegen Heidenheim ran durfte, wurde das angesetzte Heimspiel gegen den FC Schweinfurt 05 kurzerhand auf Dienstag, den 9. August verschoben. 

jam/luk/stw