Bundesliga

Unions Puchacz: Vom Zweitliga-Rapper zum EM-Teilnehmer mit Aussicht auf Bundesliga

Polnischer Neuzugang will sich als Linksverteidiger weiterentwickeln

Unions Puchacz: Vom Zweitliga-Rapper zum EM-Teilnehmer mit Aussicht auf Bundesliga

Union Berlins Tymoteusz Puchacz ist ein Multitalent und will sich nun in der Bundesliga etablieren.

Union Berlins Tymoteusz Puchacz ist ein Multitalent und will sich nun in der Bundesliga etablieren. Getty Images

Auf YouTube gibt es einen Song von Tymoteusz Puchacz. Das Rap-Video wurde seit 2019 fast 2,5 Millionen Mal angehört. Auf die Frage, ob er ein besserer Rapper oder Fußballer ist, hat die Neuverpflichtung des 1. FC Union Berlin eine schnelle Antwort parat. "Ich bin ein besserer Spieler. Vor zwei Jahren kannten mich die Leute nur als einen Zweitligaspieler, der rappt. Dann kam ich zu Lech Poznan in die 1. Liga und jetzt in die Nationalmannschaft", erklärte der 22 Jahre alte Abwehrmann.

Bei Union soll er nach dem Weggang von Christopher Lenz zu Eintracht Frankfurt die Lücke auf der linken Außenverteidigerposition schließen. Zuzutrauen ist dies dem pfeilschnellen Flügelspieler durchaus. Er scheint sich auf der Überholspur zu befinden.

Puchacz weiter hungrig: "Ich will immer besser werden"

Als Union am 18. Mai die Verpflichtung von Puchacz bekanntgab, war er "nur" ein 74-facher polnischer Erstligaspieler. Doch im Juni kamen die ersten fünf Länderspiele hinzu. Drei davon absolvierte der Linksfuß sogar für Polen bei der Endrunde der Europameisterschaft. "Es ist wirklich ein Traum für mich, dass ich zur Nationalelf kam und bei der Euro gespielt habe und nun bei einem Verein der besten Ligen der Welt bin", erklärte Puchacz. "Das habe ich geschafft und ich bin hungrig. Jetzt habe ich die nächsten Ziele. Ich will immer besser werden."

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Seinen EM-Urlaub beendete er freiwillig eine Woche früher, um in Berlin schnell Anschluss zu finden. Sein Landsmann Pawel Wszolek, den Union zuvor von Legia Warschau für die offensive rechte Außenbahn verpflichtet hatte, half ihm beim Einleben.

Doch gleich in der ersten Trainingswoche musste er wegen Magenproblemen kürzertreten. Im am Mittwoch beendeten Trainingslager in Oberlängenfeld (Österreich) lag er wegen eines Infekts und hohem Fieber sogar zwei Tage im Krankenhaus in Imst. Woher das genau kam, ist offen. Nun ist Puchacz dabei, den Rückstand aufzuholen. Den nächsten Schritt in diese Richtung könnte er am Sonnabend (15.30 Uhr, Stadion An der Alten Försterei) bei der Pflichtspiel-Generalprobe gegen Athletic Bilbao machen.

Es wäre erst sein drittes Vorbereitungsspiel bei Union nach seinen Einätzen gegen den Drittligisten FC Viktoria Berlin (5:2) sowie gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden (3:0). Seine Ziel sind klar. Puchacz: "Ich will Teil des Teams werden. Ich will so oft spielen wie möglich." 

Matthias Koch

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