Bundesliga

Union startet ohne Kruse - Prömel fällt länger aus

Beim Trainingsauftakt fehlen acht Spieler

Union startet ohne Kruse - Prömel fällt länger aus

Die Spieler von Union Berlin trainierten im Regen zum ersten Mal für die neue Saison.

Die Spieler von Union Berlin trainierten im Regen zum ersten Mal für die neue Saison. imago images

Als Union am Donnerstagvormittag bei strömendem Regen die erste Einheit der Vorbereitung absolvierte, war auch die zehnte externe Neuverpflichtung dabei. Innenverteidiger Timo Baumgartl, dessen Leihe (von der PSV Eindhoven) die Eisernen kurz zuvor bestätigt hatten, mischte ebenso mit wie die Zugänge Andreas Voglsammer, Rick van Drongelen, Levin Öztunali, Rani Khedira, Paul Jaeckel, Pawel Wszolek, und Julius Kade sowie die Nachwuchsspieler Malick Sanogo (Stürmer), Mathis Bruns (Verteidiger) und Yannic Stein (Torwart). Letztgenannter rückte auf, da Union den Vertrag der bisherigen Nummer vier, Nikolai Kemlein, nicht verlängerte.

Max Kruse war hingegen kein Teil der 25-köpfigen Trainingsgruppe. Union gab zunächst an, dass Kruse aus Gründen der "individuellen Belastungssteuerung" fehle. Später erklärte Manager Oliver Ruhnert dann, dass der Angreifer am Mittwoch aufgrund seiner Teilnahme am olympischen Fußballturnier (22. Juli bis 7. August) geimpft worden sei. "Deswegen durfte er am Donnerstag nicht belastet werden", sagte Ruhnert und ergänzte: "Alle, die zu Olympia gehen, haben den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen."

Anders als Kruse nahm Cedric Teuchert jedoch am Training teil, da der Offensivspieler laut Ruhnert bereits geimpft worden war. Wie der DFB am Mittwoch erklärt hatte, fahren Kruse und Teuchert mit zu den Sommerspielen nach Japan. Der Klub bestätigte das allerdings nicht. "Die finale Bestätigung haben wir noch nicht", sagte Ruhnert, betonte aber auch: "Es ist richtig, dass wir grundsätzlich abstellen würden."

Neben Kruse fehlten die japanischen Nationalspieler Genki Haraguchi und Keita Endo, die in der kommenden Woche in Köpenick erwartet werden, sowie die EM-Teilnehmer Tymoteusz Puchacz (Polen), der am kommenden Donnerstag das Training aufnehmen soll, und Christopher Trimmel (Österreich), der ab dem Trainingslager in Tirol (19. bis 28. Juli) eingeplant ist. Sheraldo Becker nimmt mit Suriname am Gold Cup (Endrunde vom 10. Juli bis zum 2. August) in den USA teil. Darüber hinaus war auch Grischa Prömel am Donnerstag nicht beim Trainingsauftakt dabei. Wie bei Kruse gab Union zunächst an, dass der Mittelfeldspieler aus Gründen der "individuellen Belastungssteuerung" fehle. Später folgte dann die Mitteilung, dass Prömel wie auch Youngster Fabio Schneider operiert worden sei.

Der 18-jährige Schneider, der bereits vor einiger Zeit einen Muskelbündelriss erlitten haben soll, könnte Ende Juli oder Anfang August ins Training zurückkehren (und nach seiner Genesung verliehen werden). Prömel hatte im Verlauf der vergangenen Saison immer wieder kürzertreten müssen. Zu der Verletzung und der Operation machte Union keine genauen Angaben. So wollte Ruhnert auch nicht bestätigen, dass es sich um einen Eingriff im Bereich der Leiste handelt. "Fakt ist, dass er an seiner Schwachstelle operiert worden ist", sagte der Manager der Eisernen und ergänzte: "Die Ausfallzeit wird die kommenden Wochen sein, das kann man nicht genau beziffern."

Für positive Nachrichten sorgte derweil zum einen Anthony Ujah. Der Stürmer, der aufgrund einer Knieverletzung die vergangene Saison verpasst hatte, absolvierte am Donnerstag einen Teil des Mannschaftstrainings. "Er macht einen sehr guten Eindruck. Trotzdem steuern wir ihn noch sehr vorsichtig nach seiner langen Ausfallzeit. Aber alles, was er macht, sieht gut aus", sagte Ruhnert. Zum anderen bestätigte Union am Donnerstagnachmittag die Verpflichtung von Kevin Behrens. Der Angreifer hatte zuletzt für Zweitligist SV Sandhausen gespielt und wechselt nun ablösefrei zu den Eisernen. Der 30-Jährige könnte bereits am Freitag mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. Bis Sonntagmittag absolviert Union ein Kurztrainingslager im brandenburgischen Bad Saarow.

Jan Reinold

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