Bundesliga

Union: Spiel eins nach dem Abgang von Rekordmann Friedrich

Gießelmann-Einsatz eher unwahrscheinlich

Union: Spiel eins nach dem Abgang von Rekordmann Friedrich

Er fehlt Union-Coach Urs Fischer (li.) nun: Abgang Marvin Friedrich.  

Er fehlt Union-Coach Urs Fischer (li.) nun: Abgang Marvin Friedrich.   imago images

Die Erfolgsserie der TSG Hoffenheim, die seit sieben Begegnungen in der Bundesliga ungeschlagen ist, hat sich natürlich auch bis zum 1. FC Union Berlin herumgesprochen. "Wenn man die letzten sieben Spiele nimmt, ist Hoffenheim mit 17 Punkten die erfolgreichste Mannschaft. Sie sind defensiv sehr stabil und kompakt", sagte Trainer Urs Fischer. "Im Spiel mit dem Ball versuchen sie immer wieder zu locken. Sie machen es im Moment wirklich sehr gut. Es wird eine schwierige Aufgabe. Wir werden aber versuchen, die Partie zu gewinnen."

Für das Heimspiel gegen die TSG am Sonnabend (15.30 Uhr) sind im Stadion An der Alten Försterei unter 2G-Plus-Bedingungen 3.000 Besucher erlaubt, die eine FFP2-Maske tragen müssen. Daheim verlor Union in dieser Spielzeit nur gegen den FC Bayern München (2:5). Das spricht für die Eisernen.

Fischer über Friedrich: "War eine Bank"

Allerdings wird es auch die erste Partie ohne den zu Borussia Mönchengladbach abgewanderten Innenverteidiger und Vizekapitän Marvin Friedrich sein. "Er war ein Führungsspieler, der in der Bundesliga die meisten Einsätze für Union (78; d. Red.) hatte. Wenn man seine Entwicklung sieht, hat er immer wieder Schritte gemacht", sagte Fischer. "Er war eine Bank. Natürlich schmerzt dieser Abgang. Es gilt, diesen vergessen zu machen. Wir haben Spieler, die das auffangen können."

Eberl über Neuzugang Friedrich: "Union wollte ihn ungern abgeben"

alle Videos in der Übersicht

Auf der rechten Innenverteidigerposition dürfte es weiter Paul Jaeckel richten. Auf der linken, auf der Friedrich zuletzt bei den Punktgewinnen in den Begegnungen beim VfL Bochum (1:0) und bei Bayer Leverkusen (2:2) auflief, könnte Timo Baumgartl die Nase vorn haben. Neuverpflichtung Dominique Heintz vom SC Freiburg mangelte es vor seinem Wechsel an Spielpraxis.

Becker zurück aus der Isolation

Einige Akteure fallen aus oder sie sind Wackelkandidaten. Der Einsatz von Linksverteidiger Niko Gießelmann, der sich in Leverkusen am Oberschenkel verletzt hatte, ist eher unwahrscheinlich. Er trainierte auch am Donnerstag nur individuell. "Da denke ich eher, dass das knapp wird." Bei Abwehrmann Rick van Drongelen, der am Mittwoch positiv auf Corona getestet wurde, brachte auch der PCR-Test kein anderes Ergebnis. Er befindet sich in häuslicher Isolation.

Angreifer Taiwo Awoniyi ist zwar fit, er geht aber derzeit nur für Nigeria beim Afrika-Cup auf Torejagd. Sturmkollege Sheraldo Becker ist seit Mittwoch raus aus der Corona-Isolation. Es ist aber offen, ob der schon gegen Hoffenheim sein Tempo wieder einbringen kann. "Er ist wieder im Training. Aber er war eine gewisse Zeit weg. Er konnte trotzdem ein bisschen etwas zu Hause machen", meinte Fischer. "Er gewöhnt sich wieder daran. Ob er bereits ein Thema für den Kader ist, werden wir sehen."

Matthias Koch

Das sind die Winter-Neuzugänge der Bundesligisten