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Union Nettetal macht's in Mönchengladbach spannend

Oberliga Niederrhein Abstiegsrunde - 5. Spieltag

Union Nettetal macht's in Mönchengladbach spannend - FC Kray tauscht mit Düsseldorf-West

Zwei Torschützen beharken sich: Leonard Lekaj (blau) traf für den SC Union Nettetal, Ibrahim Nadir für den 1. FC Mönchengladbach.

Zwei Torschützen beharken sich: Leonard Lekaj (blau) traf für den SC Union Nettetal, Ibrahim Nadir für den 1. FC Mönchengladbach. IMAGO/Fotostand

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In der Abstiegsrunde trennt der Strich zwischen Platz sechs und sieben den sportlichen Himmel von der sportlichen Hölle, wenngleich im Falle von vier Absteigern aus dem Gebiet des Fußballverbands Niederrhein (FVN) aus der Regionalliga sich die Anzahl der Absteiger aus der Oberliga noch von sechs auf sieben erhöhen könnte.

Ein eher unwahrscheinliches Szenario, daher kann man nach aktuellem Stand dem FC Kray zum Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz gratulieren. Die Essener besiegten den FSV Duisburg mit 2:0. Es waren die Gäste, die lange Zeit die Initiative übernahmen, während Kray aus wenig viel machte. In der 41. Minute verwandelte Tomasello einen Foulelfmeter zur Führung.

FCK-Keeper Klußmann trieb den FSV mit starken Paraden zur Verzweiflung, die Heimmannschaft bekam mehr und mehr Räume zum kontern. Mit einem weiteren Standard fiel das entscheidende 2:0: Aus rund 20 Metern drosch van den Woidenberg einen Freistoß in die Maschen (78.). Duisburgs Sezen platzierte zu allem Überfluss in der Nachspielzeit einen Elfmeter an den Pfosten.

Neu in der roten Zone ist der SC Düsseldorf-West, der das Stadtderby bei der TuRU mit 1:3 verlor. Nach torloser erster Halbzeit erzielte Ozan für die Turn- und Rasensport Union in der 51. Minute die Führung. Sechs Minuten später gab es Gelb-Rot für SC-Spieler Sitter, die Heimelf nutzte das aus, Ayas (76.) und Tepe (82.) erhöhten auf 3:0. Senic gelang in der 83. Minute immerhin das 1:3, während kurz vor Schluss Zieba und der Torschütze noch glatt Rot sahen, Düsseldorf-West bei Abpfiff also nur noch sieben Feldspieler auf dem Rasen hatte.

Der SpVgg Sterkrade-Nord rutschte auswärts bei der DJK Teutonia St. Tönis der so dringend benötigte Sieg in der 89. Minute aus den Händen. Als Genda in der 19. Minute die DJK in Führung schoss, schienen die Oberhausener weit weg von einem Dreier, noch dazu, da St. Tönis klare Feldvorteile und ein Chancenplus für sich reklamieren konnte. Aber der verschwenderische Umgang mit den Torgelegenheiten rächte sich, als in der 82. Minute erst Vogel ausglich und nicht mal 180 Sekunden später Jagalski die Gäste sogar in Führung schoss. Die Teutonia warf nun nochmal alles nach vorne und König glich doch noch aus in jener erwähnten 89. Minute.

Ein Duo zaubert für Jahn Hiesfeld

Verliefen die ersten drei Spiele in der Abstiegsrunde für die Sportfreunde Niederwenigern noch verheißungsvoll, so musste die Truppe von Marcel Kraushaar beim TV Jahn Hiesfeld die zweite Niederlage in Folge einstecken. Und die fiel mit 0:5 auch noch krachend aus. Beim Klub aus Dinslaken teilten sich zwei Männer das Torschießen auf, Ali Hassan Hammoud und Tim Falkenreck. Den Anfang machte Hammoud in der 23. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter, Falkenreck wurde übrigens gefoult. In der 38. Minute legte Hammoud auf Falkenreck ab - 2:0.

Das 3:0 erzielte wieder Hammoud, diesmal auf Vorlage von Addai (52.). Die Sportfreunde brachten an diesem Nachmittag einfach nicht genug Widerstandskraft auf, so auch beim 4:0, als sich Falkenreck gleich gegen mehrere Gegenspieler durchtankte und vor Torwart Golz eiskalt blieb (67.). Das letzte Tor des Tages ging erneut auf das Konto Falkenrecks, diesmal mit einem an ihn selbst verursachten Foulelfmeter. Hammoud war in dieser 83. Minute längst ausgewechselt.

Eine Art Gegenentwurf zu Niederwenigern ist der SC Velbert. Lange Zeit brachte die Elf von Ralf vom Dorp nichts auf die Kette, ist jetzt aber schon im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen geblieben. Am Samstag musste sich der Cronenberger SC beugen, beim 2:1 schossen Kizilisik (9.) und Deniz (72.) eine Zwei-Tore-Führung heraus, Sari verkürzte in der 80. Minute. Acht Punkte Rückstand auf Platz sechs sind für den SCV aber noch jede Menge Holz.

Der 1. FC Mönchengladbach hat gar 16 Zähler Differenz und ist de facto abgestiegen. Gegen Spitzenteam SC Union Nettetal - sofern man ein Team in einer Abstiegsrunde überhaupt so bezeichnen darf - hielten die Gladbacher aber gut mit. Den frühen Rückstand durch Yavuz (2.) egalisierte Nadir in der 28. Minute zum 1:1-Pausenstand. Doch Lekaj (47.) und erneut Yavuz (55.) schossen den SC Union vorentscheidend in Front, der Anschlusstreffer von Alaisame in der Schlussminute kam zu spät. Der FCM spielte seit der 72. Minute in Unterzahl, nachdem Caraj wegen Nachtretens Rot sah. Auch wenn der Sieg knapp ausfiel, aufgrund der zahlreichen guten Torchancen fuhr Nettetal verdientermaßen mit drei Punkten nach Hause.

stw

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